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| last update 05.07.2008
Car-HiFi - Grundlagen
von K. Föllner

Die meisten Fragen beantwortet meine Car-HiFi-FAQ-Seite, Gesammelt sind viele Informationen im PDF-Guide:
Meine Car-HiFi-Philosophien:
- Keine Materialschlacht, bei der "hunderte" Lautsprecher im Auto
verteilt
werden, weniger ist oft mehr. Zu Hause stellt man sich ja auch nicht
z.B. 16 Boxen um sich herum. Stereo-Ortung was ist das??? Selbst bei Surround ist 7.1 Maximum...;)
-
Keine Überriesen z.B. 1000W-Endstufe (2 Kanal, sinus) und 46er Free-Air-Subwoofer,
nur um mehr Schalldruck zu erhalten (Es soll ja Schalldruck erzeugt werden,
keine Bewegungen vom Auto oder deren Teile.)
-
Keine Soundboards im Heck, auf denen sich zig x-Wege-Systeme (z.B. 12 Lautsprecher)
befinden. Die Musik kommt nun mal von vorn, man dreht sich ja auch im
Konzert nicht von der Bühne weg!
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Kein Billigschrott, wenn 500W auf einem 16er System drauf stehen, gehört
es sicherlich in diese Kategorie (500W PMPO entsprechen sicherlich nur 50...100W sinus)
-
Werksschrott muss für hochwertige Wiedergabe raus, das betrifft
leider nicht nur die Lautsprecher, sondern oft auch die relativ teuren Radios und LS-Systeme.
So sollte es meiner Meinung nach sein:
Vorn ein gutes 2-Wegesystem mit 16er Tieftöner in der Tür,
das aktiv (z.B. 18/24dB bei etwa 80Hz) mit einem Hochpass abgekoppelt
sein sollte. Ein 16er 2-Wegesystem im Doorboard ist meiner Meinung nach
der beste Kompromiss in Sachen Klang, Dynamik, Pegelfestigkeit und
Phasenverlauf, um das Stereosignal sehr gut wiederzugeben und auch die
Räumlichkeit nicht zu vernachlässigen. Wo der Hochtöner
angebracht wird, ist eine Sache zum probieren. Je höher, desto höher
ist auch die akustische, virtuelle Bühne, aber, da er sich vom Tieftöner
entfernt, wirkt das Klangbild schnell auseinander gerissen. Ich empfehle
aber eher die Tür (über dem Tieftöner) als das sonst so
oft benutzte Spiegeldreieck. Auch vereinzelte Hoch- und Mitteltöner
im Armaturenbrett (vor allem oben am Fenster) sind alles andere als optimal
platziert.
Angeschlossen werden sie z.B. an eine gute Stereoendstufe, mit einer
Leistung von mind. 50W (sinus pro Kanal). Hier zählt der Klang, weniger
die Leistung. Das geht, mit einigen Endstufen manchmal zu hören, AMA
sei Dank! OK, die Nachfolger-Endstufen mit dem gleichen, guten Klang und
dem Super-Preis-Leistungsverhältnis ist die HELIX HXA-Reihe.
Hinten wird meist auch ein Paar Lautsprecher für den Rearfill benötigt,
besonders, wenn ein Subwoofer im Kofferraum röhrt. Dieses Boxenpaar
kann sich in den Originalöffnungen (z.B. Heckablage bei Limousinen) befinden.
Als Bassunterstützung empfehle ich einen (maximal zwei) 25er
oder 30er Gehäusesubwoofer, den man per Selbstbau optimal an den Kofferraum
anpassen kann. Die gehören in eine geschlossene oder Bassreflex-Kiste.
Bandpässe brauchen meist zu viel Volumen, wenn sie gut (tief und präzise)
klingen sollen. Nur bei Push-Pull-Systemen haben sie Größenvorteile,
brauchen dafür aber doppelt so viel Leistung.
Und da man die Woofer im Auto aktiv betreibt, kann man sich ein Volumen
des Bandpasses für den oberen Tiefpass sparen. Präzision ist
eine feine Sache, aber Tiefgang (fg<40Hz) auch. Ich finde beides ist
wichtiger als Schalldruck, da ein typisches Chassis mit einem Wirkungsgrad
von etwa 90...94dB und einer Belastbarkeit von etwa 200W und mehr ja etwa
115dB erzeugen kann. Und das ist eine Freifeldangabe, durch Reflexionen
etc. steigt der weiter an. Dafür wird er nochmal durch den Rücksitz
abgedämpft. Wer nun mehrere Chassis benutzt ist auch schon da, wo
es nicht erst nach längerem Hören zu Ohr-Problemen kommt.
Frontsystem: Bitte verstehen, dass ich kaum Empfehlungen für bestimmte
Systeme geben kann. Aber einige Lautsprecher-Firmen wie z.B. Boston, Canton,
Focal, Infinity, JBL, MB Quart, Morel, Rainbow oder auch einige Sinus live-Teile erlauben sich im allgemeinen keine großen
Fehltritte bei den Frontsystemen oder Subwoofern. Pauschalurteile, wie
alles von Firma X ist gut, sind aber Blödsinn.
Bei mir sind Hochtöner (Ferrofluid) und Tieftöner (16er mit Kevlar-Membran)
von verschiedenen Herstellern, die Weiche ist mit einfachen Filtern aufgebaut. Problem vorn beim Türeinbau ist oft die Lautsprechertiefe, vor
allem wenn nicht werksseitig vorgesehen ist, größere Tieftöner
z.B. 16er dort einzusetzen. Wer aber auf spezielle, flache (und oft auch
teure) Lautsprecherchassis mit speziellen Magnetwerkstoffen und Konstruktionsdetails
verzichten will, muss wohl oder übel ein Doorboard benutzen.
Oft reicht es schon, die Türablage zu entfernen und den Lautsprecher
über eine oder zur Not mehrere zugeschnittene(n) Spanplatte(n), die
eine Dicke von 19...27mm haben, weiter nach vorn zu setzen. Dazu die z.B.
runde Platte (natürlich mit dem Loch für den Lautsprecher in
der Mitte) auf die Türverkleidung schrauben und darauf dann den Lautsprecher
samt Gitter befestigen.
Wenn der Lautsprecher nun nur an der Verkleidung hängt, sollte
der Zwischenraum und der Türraum mit Dämmmaterial und guter Befestigung
beruhigt werden, sonst klappert die ganze Geschichte... Hinter der Verkleidung
befindet sich i.a. eine Folie, sollte es nötig sein, sie zu zerschneiden,
ist sie mit Kunststoff-Tape wieder zusammen zu kleben, damit der Innenraum
von den Witterungseinflüssen geschützt bleibt. Damit das Doorboard
entsprechend gut an das Fahrzeug angepasst aussieht, wird das ganze
geschliffen und mit Spachtelmasse "verbessert". Bei
mir reichte schon das "Bearbeiten" der hinteren
Plastik-Original-Abdeckung,
um statt einem Zehner einen 16er in den Originaleinbauort zu kriegen.
Nur der Hochtöner wurde dann 10cm höher befestigt und
ausgerichtet. Je nach Türraum sind im allgemeinen weitere Dämmmaterialien
wie z.B. Bitumenmatten oder anderes Dämmmaterial nötig, sonst
klingt alles je nach Tür etwas hohl und blechern. Auch ist so das
Mitschwingen und Klappern von Fahrzeugteilen in den Griff zu kriegen.
Lautsprecher hinten:
Meine Empfehlung: 2 Wege-Koax-Systeme, die das Differenz-Signal
(L-R) phasenverdreht wiedergeben. Das Ergebnis ist einfach verblüffend.
Passive und aktive Möglichkeiten dazu sind hier.
Dabei ist jedoch die Membran vor den Druckschwankungen durch den Subwoofer
im Kofferraum abzuschirmen, notfalls auch nur mit Dämmwolle.
Subwoofer:
Wer eine ausreichend starke Endstufe mit aktivem Tiefpassfilter
(oder eine Endstufe + Vorstufe, die z.B. bereits in das Radio integriert
wurde) hat und nur eine preiswerte Möglichkeit sucht, Tiefbass
zu erzeugen, hier eine Möglichkeit.
Eine andere Möglichkeit ist der schon auf meiner Projekt-1-Seite
beschriebene Radiotechnika -25cm-Woofer. Den gibt es aber nirgends mehr
zu erwerben! Nach einer Modifikation
an den Litzen, setzt man ihn in ein 60 Liter Gehäuse, braucht dann
jedoch noch etwas Geschick mit der Rohrlänge, die etwas größer
(ca. 45cm) ist. Das Problem mit diesem Chassis ist die große
Streubreite bei der Fertigung. Der Wirkungsgrad und die Belastbarkeit sind
auch wesentlich geringer (etwa 87dB, Original: 75Wsinus/150Wmusik, nach
Modifikation steigt die verkraftete Sinusleistung schätzungsweise
um etwa 50%, dafür geht es noch etwas tiefer, bei kleinerem Gehäuse.
Dieser Lautsprecher ist etwas für leise aber tiefe Töne, da der
theoretische Maximalpegel unter 110dB liegt. Obwohl dieser Lautsprecher für
kleine, geschlossene Bandpasssysteme gut geeignet ist, kann man ihn
extrem tief auch im Bassreflex-Gehäuse abstimmen.
Problem bei einigen Autoradios und Fahrzeugen:
der Anschluss, hier sind einige Belegungen
Fehlt beim Autoradio "nur" ein Cinch-Ausgang, siehe hier.
Viele Tipps zu Car-HiFi (Doorboards, Einbau etc.) auf der BMW-E30-Seite www.e30.de
Meine Seite über das
Auto-Tuning
habe ich entfernt...
Hier noch einiges Wissenswertes von dieser Seite :
Felgenbezeichnungen z.B. 6 J x 15 H 2
6 Maulweite (Breite) in Zoll (6"=15cm)
J Kennung für Hornkontur
x Symbol für Tiefbettfelge
15 Felgendurchmesser in Zoll (15"=38cm)
H 2 Hump auf 2 Felgenschultern
Reifenbezeichnungen z.B. 205/60 R 91 V oder
225/50 ZR 16
205/ Nennbreite in mm (205mm = 8")
60 Querschnittsverhältnis Reifenbreite zu Flankenhöhe in % R Gürtelbauart-Kennung (R
für radial)
91 Tragfähigkeits-Kennzahl (nicht bei
ZR-Reifen)
V Geschwindigkeitskennbuchstabe (bei
ZR nicht am Ende)
Q bis 160km/h (nur bei Winterreifen mit M+S-Kennzeichnung) S bis 180km/h T bis 190km/h H bis 210km/h V bis 240km/h W bis 270km/h ZR über 240km/h
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