Startseite
Übersicht

Impressum

Home-HiFi

Surround

Video
Car-HiFi-Grundlagen

Car-HiFi-FAQs

Steckerbelegungen

Lautsprecherselbstbau

Lautsprecher-FAQs

Lautsprecher-Daten

Software-Download

Boxen-Projekt 1

Boxen-Projekt 2

Boxen-Projekt 3

Boxen-Projekt 4

Boxen-Ideen (PA)

Frequenzweichen-FAQs

Schaltungen (Audio)

Elektronik-Selbstbau



last update 04.12.2010

Video - Seite

von K. Föllner

Hier gibt es weitere Hinweise: dvd-tipps-tricks.de

Da viele hier kaum noch durchsehen, eine kurze Übersicht der wichtigsten Begriffe und Abkürzungen aus den Bereichen Surround, TV und Video.

  • LaserDisk ® : Sie wurde von Philips entwickelt. Später wurde jedoch vor allem von Pioneer die Entwicklung vorangetrieben. Sie hat einen Durchmesser von 30cm (oder seltener 20cm). Dadurch ist es theoretisch möglich, etwa die 14-fache Datenmenge auf beiden Seiten der großen Scheibe zu speichern. Allerdings werden keine komprimierten digitalen Videodaten gespeichert, sondern analog-modulierte. Das Prinzip der LD ähnelt also mehr einer Schallplatte als das einer CD. Laserdisks ermöglichen eine Auflösung von etwa 440 Zeilen bei PAL (NTSC: 425), also sogar mehr als S-VHS oder Hi8. Deshalb waren sie lange das visuelle Heim-High-End-Medium. Für den digitalen Mehrkanalton (hier normalerweise AC3, sehr selten DTS) braucht man jedoch einen zusätzlichen Decoder und einen Demodulator, da LD-Player, wenn überhaupt, dann einen RF-Ausgang besitzen, der nur das analog-modulierte Digital-Signal, wie auf der LD enthält. Die meisten Disks, besonders die mit AC-3, kamen (und kommen) mit NTSC aus den USA, da sich die LD in Deutschland (fast) gar nicht durchsetzte. Es gibt nun auch Kombigeräte, die Laserdisks, Video-CDs, CD-A und DVDs abspielen können, wie z.B. der Pioneer DVL-909. Aufgrund der Handlichkeit, des Preises, der Vielseitigkeit und noch etwas besseren Bildes wurde sie von der DVD verdrängt. Sie war jedoch ein wichtiger Meilenstein in der DVD-Entwicklung.
  • Video-CD : Dieser Standard (CD-V) kam nach der Laserdisk heraus. Auf einer "normalen CD" werden digitale Videos und Audio nach der MPEG-1-Komprimierung gespeichert. Video-CDs haben neben der schlechten Qualität noch den Nachteil, dass man bei Kinofilmen mehrere (meist 2) CDs benötigte, um die Datenmenge unterzubringen und das bei der niedrigen Datenrate für Bild und Ton von etwa 170 kB/s. Um auf diese Datenrate zu kommen wurde die CD-V meist mit Mode2 gefertigt. Sie setzte sich nie durch, aber (fast?) alle DVD-Player geben aus Kompatibilitätgründen auch Video-CDs wieder. Selbst heute verwendet man im PC-Bereich bessere Audio- und Video-Komprimieralgorithmen, wie MPEG 4. Video-CDs, die dem WhiteBook-Standard entsprechen, haben eine Video-Bitrate von 1.151.928 b/s und einer Audio-Bitrate von 224 Kb/s. Die Auflösung beträgt bei PAL 352 x 288 bzw. 352 x 240 bei NTSC.
  • Super-Video-CD : Einige DVD-Player geben auch SVCDs wieder, die Videodaten mit MPEG-2-Komprimierung enthalten. Auf etwa 2 CDs (etwa 1,5GB) passt ein durchschnittlicher Film in besserer Qualität als VCD, jedoch ohne digitalen Mehrkanal-Ton. Das reicht jedoch für die meisten Anwendungszwecke, die Qualität des Stereotons hängt vom verwendeten Verfahren ab, hier ist PCM und MPEG möglich. MPEG-Audio kann auf einigen DVD-Playern aber Probleme machen, da es nur in Europa Pflicht ist. Grund für die Entwicklung dieses Formats waren die CD-Brenner, mit denen man einen Film leicht und preiswert digital in guter Qualität speichern konnte. Jedoch reduzierte man die horizontale Auflösung auf 480 Die Zeilenzahl blieb bei 576 (PAL, NTSC 480), da die maximale Datenrate der CD geringer ist. (Double-Speed-CD ca. 300KB/s gegenüber 1,3MB/s bei DVDs.) Die durchschnittliche Datenrate kann auf maximale Werte zwischen 2000 und 2500 kbps eingestellt werden.
  • DVD : Abkürzung für Digital Versatile Disk. Der Standard wurde 1996 festgelegt. Durch eine höhere Dichte von Pits als auf einer CD, können größere Datenmengen (ca. 7 mal mehr pro Schicht) gespeichert werden, so dass man sie für hochwertigere digitale Videos einsetzen kann. Um auch längere Filme auf einem Medium unterzubringen, kann variabel auf zwei übereinander liegenden Schichten aufgezeichnet und gelesen werden. Oder die DVD wird beidseitig benutzt. Das erhöht die Speicherkapazität von 4,7 auf 9 GB. Durch Nutzung beider Verfahren kann man sie so sogar vervierfachen (17GB). Das Video-Signal (Auflösung der rechteckigen Pixel 720x576 bei PAL b.z.w 720x480 bei NTSC) wird mit MPEG-2 codiert. Den Standard-Stereoton wird heutzutage aus dem Mehrkanalstrom vom Dolby Digital-Stream genommen, kann aber theoretisch (in Europa) auch mit MPEG-1 (Layer 2 mit 224kbps) komprimiert werden. So passen je nach Komprimierung und Zusatzinfos durchschnittlich etwa 60...120min Bild und Ton auf jede DVD-Schicht. Zusätzlich (oder ausschließlich) können noch weitere digitale Mehrkanal-Spuren mit aufgezeichnet werden, dabei reduziert sich die Kapazität noch einmal merklich. Leider gibt es dafür mehrere verschiedene Systeme, die untereinander inkompatiblen Dolby-Digital (AC3), DTS und MPEG-2-Audio. AC-3 ist jedoch das wichtigste, sinnvollste und meistverbreitetste. DVD-Player unterstützen Downmixing, bei dem die Dolby Digital-Daten (48kHz/20Bit) auf Dolby Surround runter gerechnet werden. Bei manchen DVDs ist aber auch eine zusätzliche 2.0-Dolby-Spur enthalten. Wichtig zu erwähnen ist noch der Regionalcode, Erklärung dazu weiter unten. Es gibt aber neben der DVD-Videonutzung noch andere Varianten, bei der z.B. hochauflösende Audiodaten auf der DVD-A mit 24 bit und 96/192kHz gespeichert werden oder das inkompatible DVD-RAM, bei der Computerdaten wie auf einer Festplatte geschrieben werden. Die DVD unterstützt neben den Untertitelungsfunktionen auch mehrere Sprachaufzeichnungen. Auf DVDs können dank MPEG2 sowohl interlacete TV-Halbbilder aber auch progressive Vollbilder (Filme) gespeichert werden, diese Bilder können auch anamorph (21:9) ausgegeben werden. Die maximale Datenrate für Bild und Ton liegt bei 9,8MBit/Sec. Es gibt neben DVD-RAM vier weitere verschiedene Verfahren zum DVD-Beschreiben, Plus und Minus und jeweils R und RW.
  • MPEG 1 : MPEG ist die Abkürzung für Moving (oder auch Motion) Picture Experts Group, so ist es der populärere Name für den ISO/IEC DIS 11172 - Standard zur digitalen Komprimierung von Videos. Die MPEG-Komprimierung basiert auf dem Prinzip, dass man die Änderung zum vorherigen Bild speichert und nur "ab und zu" (ca. alle 0,5s) ein volles, JPEG-komprimiertes Bild überträgt. MPEG wurde zuerst hauptsächlich im Internet- und PC-Bereich verwendet. Dieser Standard ließe sich zwar auch bei höheren Auflösungen als Halb-PAL einsetzen, jedoch wird das nicht gemacht, da mit MPEG-1 keine interlaced-Bilder (TV) komprimiert werden können, nur Vollbilder. Auch liegt die maximal zulässige Datenrate bei 1,5Mb/s. Da ein VHS-Videorecorder zum Vergleich nur etwa 230...250 Zeilen wiedergibt, war das Ergebnis enttäuschend, da die Bildqualität durch die qualitativ schlechte Kompression noch unter VHS-Niveau lag. Die Video-Bitrate ist konstant, sie wird per Standard auf etwa 1,15 Mb/s festgelegt. Die Tondatenrate (MPEG-1, Layer 1 oder Layer 2) mit Samplingfrequenz 32kHz, (auch 41,1kHz möglich), 44,1kHz, seltener 48kHz liegt wahlweise bei 64, 128, 192, 224 oder 256 Kb/s. Dadurch ist auch der Stereo- b.z.w. Dolby Surround-Klang alles andere als überragend und lange nicht in der Nähe einer CD und so sogar dem HiFi-Stereoton (FM, 20Hz-20kHz, >80dB SNR) von VHS/S-VHS unterlegen. Das aufwendigere MPEG-1 Audio-Layer 3-Verfahren ist als MP3 bekannt.
  • MPEG 2 :  Im Gegensatz zum MPEG-1-Video-Standard schafft der Nachfolger MPEG-2 durch seine interlaced-Kompression auch höhere Auflösungen (TV-Voll-Zeilen). Die Datenrate nach der Komprimierung (etwa 1:100 bis 1:10) bei MPEG-2 Video ist variabel und schwankt zwischen 1,5Mb/s (=187kB/s) und 50 Mb/s (=6250kB/s), je nach Bildsignal und gewünschter Qualität. MPEG-2 wird heute bei DVB (2...3,5Mb/s) und auf DVDs (ca. 4...6Mb/s) eingesetzt. Bei diesem Verfahren erreicht man also (ohne Ton) etwa 440KB/s, was etwa 1,5GB pro Stunde (26MB/min) entspricht. Beim DV-Standard hat MPEG2 deutlich höhere (meist 25 Mbit) Datenraten.
  • MPEG 4 : Dieses noch effektivere Komprimierverfahren basiert auf MPEG 2 und wird in einigen Bereichen eingesetzt, heute können auch viele DVD-Player dieses DivX/XVid-Format (Abarten dieses Standards) wiedergeben. Es wurde zuerst auf dem PC vorangetrieben von Microsoft und später durch die besseren Versionen von DivX (Version 3, 4, 5) ersetzt. XVid basiert auf DivX 5 ist aber frei erhältlich und wurde unabhängig von DivX weiterentwickelt. Kleine (ca. 500... 2000 kBit/s) Datenmengen, erlauben hier die digitale Speicherung von Filmen bei wenig Speicherplatz zwischen 500 und 1500MB. Der Stereoton wird üblicherweise mit MP3 komprimiert oder der originale AC3-Datenstrom mit in das AVI-Containerformat (Audio-Video-Interleaved von Microsoft) gepackt. Es sind so auch mehrere Tondatenströme und sogar Untertitel möglich. (Extended-AVI)
  • MPEG 4 H.264 : Der neueste freigegebene Komprimierstandard H.264 ist ein Mischprodukt von MPEG-4 und H.26L, damit wird es möglich, ein Video auf eine Datenrate von 1MBit/sec oder weniger zu komprimieren, aber DVD-Qualität zu erreichen. Problematisch ist das Kodieren, da selbst bei heutigen PC-Systeme noch nicht ausreichend Rechnerleistung zur Verfügung steht, um auch nur ansatzweise Echtzeit zu erreichen.
  • M-JPEG : Dieses Verfahren (steht wohl für Motion-Joint Photographic Experts Group) ist älter und auch nicht so effektiv, wie MPEG-2. Er wurde bei Computern für die digitale hochqualitative Video-Bearbeitung und -speicherung eingesetzt, aber die verschiedenen Verfahren (diverse Hersteller) sind meist (absichtlich) inkompatibel zueinander und haben auch unterschiedliche Qualität, die mit der Komplexität (z.B. Version 3.0) weiter ansteigt. Die Kompressionsraten betragen dort etwa 1:3 (Studioqualität 6,6MB/s=50Mbit/s) bis 1:15 (noch gute Qualität, 1:20...1:25 bedeutet etwa VHS-Niveau). M-JPEG beruht, wie der Name schon sagt auf der Komprimierung der Einzelbilder ähnlich dem JPEG-Verfahren. Das hat beim Videoschnitt Vorteile gegenüber dem MPEG-Verfahren, da jedes einzelne Bild bereits direkt komprimiert vorliegt und nicht aus vorherigen errechnet werden muss. Bei einer Kompression von etwa 1:10 ist die Qualität deutlich über der von S-VHS oder Hi-8, was also für den Videoschnitt zu Hause ausreicht, das bedeutet einen Datenstrom von etwa 2,5MB/s für Bild und (unkomprimierten) CD-Stereo-Ton. Es ist heute durch Hardware-Komprimierkarten nach dem DV-Format abgelöst worden, das bei gleicher Datenrate eine bessere Qualität bietet.
  • PAL : Ist der meistverwendete Farbfernsehstandard in Europa und die Abkürzung für Phase Alternating Lines. * Das digitale Videosignal nach der CCIR-Norm (Comité Consultatif International des Radiocommunications) benötigt bei RGB-Paletten theoretisch (25fps*768*576*24Bit=) 32.400 KB/s (das sind mehr als 31,5 MB pro Sekunde!) oder bei YUV-Verfahren (25fps*768*576*16Bit) 21.600 KB/s. Hier wird nicht wie bei RGB jede Grundfarbe (Rot Grün, Blau) mit 8 Bit, sondern Helligkeitssignal (8 Bit) und die Grundfarben (4:2:2) getrennt voneinander, unterschiedlich quantisiert. Man nutzt dabei Schwächen des menschlichen Auges, um ein paar Bits zu sparen, aber trotzdem keinen Unterschied zu sehen, da das Auge im Farbbereich etwa drei mal unempfindlicher ist als bei Helligkeiten. Auch werden die Grundfarben unterschiedlich stark wahrgenommen. Mit 8 Bit können bis zu 256 verschiedene Helligkeitsstufen dargestellt werden, was ausreicht, um ein Schwarzweißbild ohne sichtbare Grau-Abstufungen darzustellen.
  • PAL60 : Ist nur eine Pseudo-Norm, die man zur Darstellung von NTSC-Signalen auf PAL-TV-Geräten nutzt. Bis auf die Bildwiederholfrequenz (60 statt 50 Halbbilder) wird alles andere angepasst, da die Umwandlung in Voll-PAL extrem aufwendig und verlustbehaftet ist. Es ist leider nicht möglich, diese Signale auf Videorecorder aufzuzeichnen. Diese Signale stammen meist aus PAL-Videorecordern, die NTSC-Kassetten wiedergeben. Auch einige PC-Grafikkarten mit Video-Out unterstützen diesen Modus, um Computerbilder flimmerfreier darzustellen.
  • Bei PAL-plus, was abwärts kompatibel zu PAL ist, wird die gleiche Zeilenanzahl, wie beim Standard-PAL verwendet, nur dass man das Breite-Höhe-Verhältnis von 4:3 (=12:9) auf 16:9 (Breitwand) änderte, um vor allem Kinofilme nicht zu stark an den Seiten zu beschneiden und die Auflösung im mittleren Bildteil zu erhöhen, statt die "wenigen" Zeilen zur Übertragung auf schwarze Balken zu verschenken. Bei im Widescreen-Format aufgenommenen Filmen werden nur etwa die Hälfte der möglichen Zeilen genutzt, das heißt bei VHS nur etwa 130! Kinofilme werden heute meist im Cinemascope-Format von 21:9 aufgezeichnet. Zusätzlich zu dieser Formatänderung kommen weitere Phasenwechsel und digitale Kniffe, die die Bildschärfe erhöhen und Farbstörungen minimieren, damit ein noch brillanteres Farbbild übertragen werden kann. Allerdings muss bei der Aufzeichnung mit dem Videorecorder dieser PALplus unterstützen, um Filme mit diesem Format aufzuzeichnen. Sonst zeichnet er in Standard-PAL auf, also mit geringerer Qualität.
  • Das PAL- insbesondere das PAL-plus-Farbfernsehsystem ist dem älteren NTSC qualitätsmäßig überlegen, da es neben der etwas höheren Auflösung (20%) eine wesentlich bessere Farbreinheit und Farbtreue bietet und so durch die neue (nun teilweise ausgereifte) 100 Hz-Technik die schlechtere Bildwechselrate wieder mehr als wett macht.
  • NTSC : (National Television System Comittee) ist das amerikanische (USA, CAN) und japanische Farbfernsehsystem nach der FCC-Norm. (Federal Communication Commission) * Es war das erste Farbfernsehsystem und stammt noch aus dem Jahre 1953. Wegen der starken Farbverfälschungen, die auftreten können, erhielt es auch seine Bezeichnung: "Never The Same Color". Die digitale Datenrate ist durch die kleinere Zeilenzahl trotz höherer Bildwechselfrequenz (60 statt 50 Halbbilder) etwa 17% geringer: 30fps*640*480*16Bit=18.000 KB/s.
  • HDTV : High Definition Television steht für Hochzeilen-Fernsehen, bei dem eine etwa doppelt so hohe Auflösung, eine hohe Bildrate und nun auch eine rein digitale Übertragung für klares, unverfärbtes, sowie Moire-, Geisterbild- und flimmerfreies Bild sorgt, ähnlich dem von großen Computermonitoren (21"). Hierbei wird entweder interlaced (1920x1080; 1440 x 960 x 60 Halbbilder) oder progressiv (1280 x 720 x 60 Hz) gearbeitet, es gibt also auch glasklare Standbilder. Das alles erfordert jedoch bei Röhrengeräten extrem hohe Zeilenfrequenzen von über 45kHz (interlaced >30kHz) im Gegensatz zu etwa 16kHz bei Standard-PAL, und das ist teuer. Zumal auch die Übertragungskanäle ziemlich eng wären, denn während ein analoges PAL-Fernsehbild ohne Ton ca. 5,5MHz Bandbreite (mit Ton 7...8MHz) benötigt, wäre das etwa 5-fache bei HDTV nötig. So kann sich dieses Verfahren nur durch die digitale Übertragung und Kompression per MPEG-2 oder besser durchsetzen. Es wird heute ausschließlich auf Flachbildschirmen (LCD, TFT, Plasma) eingesetzt, obwohl auch Röhren es darstellen könnten. Meine Meinung.
  • Zeilensprungverfahren (interlaced) : Da die konventionellen Fernseh-Verfahren schon relativ alt sind und man damals starke Probleme bei der Übertragung hoher Frequenzen (MHz-Bereich) hatte, wollte man natürlich die Bandbreite des Fernsehsignals niedrig halten. Deshalb kam man auf die Idee des Zeilensprungverfahrens. Eine Bilderfolge von mehr als 24 Bildern erscheint dem Menschen als flüssige Bewegung, jedoch flimmern diese Bilder, wenn sie nicht ununterbrochen gezeigt werden. Ein Kinofilm enthält 24 Bilder/Sekunde. Bei PAL/SECAM werden zwar 50 Bilder pro Sekunde (NTSC 60) übertragen, jedoch ist das nur je ein halbes Bild, d.h. es enthält nur jeweils jede 2. Zeile. So wird zuerst nur die 1., die 3., die 5. u.s.w. Zeile übertragen, und erst beim nächsten Durchlauf die geraden Zeilen, dadurch wird das Flimmern zwischen dem oberen und unteren Bildteil zwischen zwei nebeneinander liegende Zeilen reduziert. Das hat heute natürlich starke Nachteile, da im Computerbereich üblicherweise nur Vollbilder verarbeitet werden, so ist bei (z.B. digital gecapturedten) Standbildern schneller Bewegungssequenzen die Verschiebung deutlich zu sehen und muss digital wieder heraus gerechnet werden. Das ist das aufwendigste, denn dadurch verraten sich die nicht ganz perfekten 100Hz-Fernseher und vor allem die Flachbildschirme.
  • VHS : Das Video-Home-System aus den 70-ern, das von JVC entwickelt wurde, setzte sich im Heimbereich gegen Betamax (Sony) und Video2000 (Grundig) als Standard durch. Bei einer Omega-Umschlingung werden minimum 2 Köpfe benötigt, aber durch die Umschaltungen beim Wechsel entstehen besonders beim Standbild und dem Spulen starke Verfälschungen. So verwendet man oft bis zu 4 Videoköpfen. Die maximal mögliche aufzeichenbare Bandbreite beträgt durch Schrägspuraufzeichnung etwa 2MHz, was die Anzahl der Zeilen mehr als halbiert (ca. 200-250). So ist auch die Tonqualität durch die geringe Geschwindigkeit unter dem von Compactcassettenrecordern. Das Verfahren wurde deshalb später um die Möglichkeit der HiFi-Stereo-Aufzeichnung ergänzt, indem man ebenfalls 2 zusätzliche, rotierende Köpfe (Ton frequenzmoduliert) verwendet, die in der Klangqualität einfache Cassettengeräte übertrafen. (Problematisch sind die Umschaltgeräusche) Auch kam die Long-Play-Funktion hinzu, bei der die Bandgeschwindigkeit halbiert wird, um die doppelte Lauflänge auf eine Kassette (so bis etwa 610 Minuten) zu bekommen. Jedoch reduziert sich die Bildqualität, da dabei vor allem das Bild- und Farbrauschen ansteigt. Um Videobilder in ein Programm genau hinein zu schneiden (Assemble- und Insert-Cut) ist statt dem breiten stationären Löschkopf ein weiterer rotierender nötig. So kommt man auf insgesamt 7 rotierende Köpfe, die nur in teuren Spitzenrecordern enthalten sind.
  • S-VHS : Super-VHS war eine Erweiterung zum alten Standard. Allerdings sind die S-VHS-Aufzeichnungen nicht kompatibel zu den normalen Recordern. Andersherum geht's. Der Hauptvorteil ist die größere Bandbreite bei der Helligkeitsaufzeichnung, was die Auflösung (auf ca. 400 Zeilen) erhöht und das Rauschen reduziert. Dazu sind jedoch üblicherweise (Ausnahme: S-VHS ET) aufwendigere Bänder aus Reineisen nötig.
  • D-VHS : "VHS goes digital" könnte der Slogan sein, auf den gleichen Kassetten werden digitale, komprimierte Videodaten aufgezeichnet, was die Qualität auch gegenüber S-VHS weiterhin verbessert und die Laufzeit einer normalen Videokassette etwa verdreifacht, d.h. 12 Stunden pro Kassette. Leider kosten die Recorder dazu noch sehr viel. Auch ist die Speicherung mit höherer Datenrate als bei DVDs möglich, so lassen sich sogar HDTV-Datenströme (MPEG 2 incl. Audio) mit bis zu 28,2 MBit/s (3,5MB/s) aufzeichnen. Unkomprimiert wären das mehrere GBit/s.
  • DAB : Digital Audio Broadcasting ist nach der Versuchsphase noch nicht sehr weit verbreitet und soll der Nachfolger vom analogen frequenzmodulierten UKW (Ultra-Kurz-Welle=UltraShortWave) werden. In Deutschland ist es in nur wenigen Regionen (z.B. Großstädte) zu empfangen. Benutzt wird zur Komprimierung der Audio-Daten der MPEG-2 / Layer 2 Standard, um bei 48 kHz-Samplingrate auf 192kb/s (theoretisch auch mehr) zu kommen. Das klangliche Endergebnis soll UKW (FM, 30Hz....15,5kHz) überlegen sein, das ist u.a. durch den größeren Frequenzbereich (2Hz...22kHz) möglich, ob allerdings "CD-Qualität" möglich ist, wage ich zu bezweifeln.
  • DVB : Das so genannte Digital Video Broadcasting ist eine andere Bezeichnung für das Digital-TV. Es gibt DVB-S (for satellite) wie bei Premiere, DVB-T (für terrestrischen Fernsehempfang über Antenne) und DVB-C (cable) für das Fernsehkabel. Unterschiedlich ist hierbei der Tuner, der auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmt wird. Benötigt wird für DVB-S zum Empfang ein Dual-Band-LNB auf Astra (oder Eutelsat) und einen Digital-Receiver, wie zum Beispiel die d-box. Bei DVB wird das Bild zwar stärker als bei DVDs (ca. halbe Datenrate), aber auch mit MPEG-2 komprimiert. Der Stereoton (32 kHz oder 48 kHz) wird im Gegensatz zur DVD mit dem zweikanaligen MPEG-2 (Layer 1 oder 2 bis maximal 384 kb/s, aber meist weniger) komprimiert, um möglichst viele Sender über einen Transponder (Satellitenkanal) zu übertragen. (Siehe auch DOLBY DIGITAL) Die Datenrate ist variabel, je nach gewünschter Qualität und Anzahl der TV- oder Radiokanäle auf einem Transponder. Während das Bild, guten Empfang bei nicht übermäßiger Komprimierung eigentlich überzeugt, wird der Ton etwas stiefmütterlich behandelt und ist nicht auf "CD-Niveau", wie oft vermutet, besonders, was die räumliche Ortung angeht, Grund dafür sind die bei den TV-Kanälen meist niedrigeren Datenraten für Audio. Bei DVB-S werden auch zusätzliche Radioprogramme übertragen, die ebenfalls im MPEG 2, LayerII 256kb/s -Format (geplant bis 384 kb/s) vorliegen, also einer höheren Datenrate als ADR und DAB, um so der CD schon sehr nahe zu kommen.
  • DV : Digital Video, (für Camcorder miniDV) sie wird üblicherweise im professionellen Bereich eingesetzt. Sie hat nun aber eine große Bedeutung im Camcorder-Markt. Es wird ein digitalisiertes und minimal-komprimiertes Videosignal (nativ, MPEG 2 mit 3...7-facher Datenrate gegenüber der DVD) aufgezeichnet. Der ISO-Standard schreibt die Auflösung mit rechteckigen Pixeln die Auflösung mit 720x576 vor. (bei PAL, für NTSC 720x480). Auch der Stereoton wird digital gespeichert. Und das im PCM-Format (unkomprimiert) entweder Stereo mit 48kHz/16Bit (ca. 96dB) oder 4 Kanäle mit 32kHz/12Bit (ca. 72dB). Der Videodatenstrom liegt bei etwa (25MBit/s = ) 3,2MB/s, hinzu kommt noch etwas für Audio und Fehlerkorrektur, so dass der Datenstrom auf durchschnittlich 3,6MB/s ansteigt. Über die digitale Schnittstelle Firewire lassen sich dann die Videodaten verlustfrei z.B. in den PC einlesen, um dort nach bearbeitet zu werden.
  • Ergänzend muss noch gesagt werden, dass es weitere (im allg. inkompatible) Abarten gibt, die aber wesentlich teurer sind und im Home-Bereich deshalb nicht benutzt werden. Einigermaßen verbreitet ist noch das DVcam, das vom Verfahren aber nicht von der Cassettengröße kompatibel zu miniDV ist. Die professionelle Verfahren benutzen Datenraten von 25MBit/sec oder gar 50MBit/sec.
  • DVI : Digital Visual Interface, die digitale Bildschnittstelle wird üblicherweise im Computerbereich eingesetzt
  • HDMI : High-Definition Multimedia Interface, diese Digitale Schnittstelle überträgt Bild (HDTV und Standard-Formate) und Ton (incl. DTS, Dolby Digital etc.) und es ist eine Copyright-Protection (HDCP) vorgesehen, die verhindern können, dass ausgestrahlte HDTV-Ereignisse digital aufgezeichnet werden können.
  • Digital 8 : Das neuere im Hobby-Bereich angewandte Digital-8-Verfahren ist zu DV sowohl bei den Cassetten als auch bei den Datenstrom inkompatibel. Jedoch können oft auch analoge Hi-8-Cassetten in den Camcordern abgespielt werden. Mit Kamera-Preisen unter 1000,- Euro war es vor allem für Einsteiger und Hobby-Videofilmer eine Alternative.
  • IEEE 1394 : Dieser digitale Standard erlaubt eine Datenrate von etwa 100, 200 oder 400MBit/s (50MB/s) und stammt von der Firma Apple. Darüber (OHCI-konform) werden im allgemeinen Videodaten von DV-Camcordern in den PC übertragen. Auch als FireWire oder iLink werden die (teilweise abgespeckte Varianten) Schnittstellen bezeichnet.
  • ADR : Astra Digital Radio ist ein komprimierter und, wie der Name sagt, über den Satelliten ASTRA ausgestrahltes Radioprogramm von sehr vielen Stationen (über 100). Es soll der Nachfolger von DSR (Digital Satellite Radio) werden, das von der deutschen Telekom entwickelt und über Kopernikus und Fernsehkabel ausgestrahlt wurde. Durch die starke Datenkomprimierung ist ADR jedoch der CD unterliegen, ADR soll aber auch DSR klanglich unterlegen sein. Der Vergleich zu einem UKW-Tuner in Sachen Klang und Räumlichkeit ist anscheinend Ansichtssache, da die Meinungen dort weit auseinandergehen. Die Datenrate liegt bei 192kb/s (also Kompressionsfaktor 8). Zur Kompression des 48 kHz -Signals nutzt man MPEG 2, Layer 2.
* Anzumerken ist, dass in den Farbfernsehverfahren (NTSC, SECAM, PAL) nur das Verfahren zur Übertragung der Farben festgelegt wird. Zeilenanzahl, Halbbildwechselanzahl, benötigte Videobandbreite, Tonträgerabstand etc. ist in den Fernsehnormen (NCC, CCIR, OIRT) festgelegt. So kann auch ein 525-Zeilenbild (NCC 60 Hz) mit PAL kombiniert werden, wie z.B. in Brasilien, das ist aber schon die Ausnahme. NTSC nach NCC (M) und PAL nach CCIR (B/G) sind die meistverwendeten Normen überhaupt. Auch andere Länder, wie z.B. einige ehemalige Ostblockstaaten, in denen früher OIRT mit SECAM (z.B. Polen) verwendet wurde, passen sich diesem Trend zwar selten aber teilweise an. Vor allem, wenn Multinorm-Decoder (SECAM, PAL) damals schon in den Fernsehern Standard waren, wie früher auch in der BRD und der DDR, wo SECAM nach CCIR Standard war. Zwar wird in Europa PAL und SECAM verwendet, jedoch durch die gleiche (CCIR) oder die sehr ähnliche (OIRT) Fernsehnorm ist eine verlustlose Anpassung leicht möglich.
Bei der digitalen Video-Komprimierung werden nur die sichtbaren Bereiche abgespeichert, also entfallen auch einigen Zeilen, Spalten und Zusatzinformationen, die sonst z.B. in den Zeilenrückläufen oder nichtsichtbaren Zeilen versteckt codiert werden, wie u. a. der Videotext.
NTSC hat insgesamt 525 statt 625 Zeilen bei PAL, die oben aufgeführten Auflösungen (vertikal 480 b.z.w. 576) sind der sichtbare Bereich, der aber nochmals auf einem analogen Fernseher um mehr als 10 Zeilen reduziert wird, auch an den Seitenrändern verringert sich der sichtbare Bereich weiterhin.
Pixel sind in den Normen nicht definiert, da analog nur die Anzahl der Zeilen und die Bandbreite entscheident sind. Aus der Bandbreite (z.B. 5,5MHz) ergibt sich dann die schnellste Änderung in einer Zeile und damit die Schärfe.
Die später definierten 720 Bildpunkte bei PAL und NTSC pro Zeile sind ein Kompomiß. Ein Nachteil: Die Pixel sind nicht mehr quadratisch, sondern rechteckig , deshalb muss das Höhe-Seiten-Verhältnis mit gespeichert werden. Dadurch ist dann aber auch die anamorphe Nutzung (Format 16:9...21:9) bei vollem Zeilenumfang möglich.

Weiterhin kann man digital und analog übertragene/gespeicherte Videobilder nicht so einfach vergleichen, da beide Verfahren unterschiedliche Fehlerauswirkungen haben. Während sich die Qualität des analogen TV-Bildes durch Kantenschärfe und Farbverfälschungen sowie eventuelle Geisterbilder etc. definiert, entstehen durch die digitale Komprimierungen Artefakte, Klötzchen u.ä.. Auch bei der digitalen Audio-Kompression entstehen andere Fehler, als bei der Beschränkung von rein analogen Qualitätsmerkmalen wie Frequenzgang, Impulsantwort, Klirrfaktor und Rauschabstand.

Da einige hiermit Probleme haben, die Grundlagen zu dem
Anschluß von Videoquellen:
Hier werden alle gängigen und wichtigen Begriffe und Abkürzungen erklärt.

  • composite (Video) ist die meistverbreitetste Form. Mit einem einzigen Kabel wird das gesamte Fernsehbild übertragen. Dazu kommen noch die 2 Kabel für den Stereoton. Mögliche Anschlußstecker sind Cinch (RCA), BNC oder Scart. Früher gab es dafür auch die 6polige DIN-Buchse (siehe unten). Das Videokabel muss neben der Bandbreite von mindestens 5MHz eine Impedanz von 75 Ohm haben, da in den angeschlossenen Geräten die Ein- und Ausgänge ebenfalls mit einem solchen Widerstand abgeschlossen wurde, um keine Reflexionen zu erhalten. Das übertragene Videosignal wird als FBAS bezeichnet.
  • FBAS ist die Abkürzung (identisch zum composite) Farbbildsignal. Es enthält das analoge Schwarzweißbild (BAS, Bild Amplitude und Synchro) mit den Farbinformationen.
  • HF : Die Hochfrequenzübertragung (Antennenleitung) von Videosignalen ist im allgemeinen nicht empfehlenswert, da die Signale neu moduliert und demoduliert werden müssen, wodurch Verluste entstehen, es ist oft nur ein Provisorium. Ein weiterer Nachteil ist die mono-Tonübertragung, da man (in 99,9% aller Fälle) auf die aufwendige Pilottonumsetzung für Stereoton verzichtet. Richtiges HiFi läßt sich mit Antenneneingängen (z.B. auch beim Kabelfernsehen) nur schwer erreichen, da der Frequenzgang (40Hz-15kHz) und Störabstand (ca. 50dB) stark begrenzt sind.
  • RGB : Hierbei werden 3 Leitungen zur Übertragung des Videosignals benutzt, jede der 3 Grundfarben Rot, Grün und Blau getrennt, so wie sie auch direkt im Fernseher verarbeitet werden. Das Sync-Signal ist üblicherweise im grünen Kanal enthalten. Diese 3 Farbinformationen werden (leider nur in einer Richtung) durch das vollbeschaltete SCART-Kabel geschickt.
  • components (YUV) : Bei DVD-Playern und Projektoren hat sich auch die Komponenten-Übertragung durchgesetzt. Über 3 Cinchbuchsen wird das Helligkeitssignal (Y) und die beiden Komponenten U (Differenzsignal blau) sowie V (Differenzsignal rot) (oft mit PR und PB beschriftet) übertragen. Diese Informationen sind so auf der DVD direkt codiert.
  • S-VHS /S-Video : Dieser etwas fälschliche Begriff entstand durch die damalige Einführung der entsprechenden Buchsen an S-VHS-Videorecordern. Üblicher Anschluß war zuerst die Mini-DIN-Buchse, die 4 Anschlüsse (2 davon sind Masse) besitzt. Grund dafür ist eine Aufsplittung des Videosignals in Helligkeits- (Luminanz Y) und des Farbartsignal (Chrominanz C) zu Steigerung der Videoqualität. Üblich sind diese an S-VHS-C und High-8- Camcordern. Aber auch mit SCART können diese Signale übertragen werden. An S-VHS-fähigen SCART-Eingängen (an VCR und TV) muss deshalb immer angegeben werden, ob man Standard-FBAS oder Y/C (S-VHS) nutzen will.
  • SCART : Das ist die meistverbreitetste Buchse, die früher auch oft als Euro-AV (Europe-Audio-Video) bezeichnet wurde. Sie besitzt 20 Pins und sollte die einfache Verbindung zwischen Videorecodern oder anderen Quellen mit dem Fernseher ermöglichen. Dadurch ist sie oft bei mehr als 2 Geräten (1xTV, 1xVCR) sehr unflexibel. Das FBAS-Signal wird üblicherweise genutzt, genau wie beim Ton kann das in beide Richtungen erfolgen. Deshalb sind diese Leitungen auch in den Kabeln gekreuzt. Für bessere Qualität ist wahlweise S-VHS oder RGB möglich. Um Adapter bauen zu können, ist hier die Belegung, in Klammern ist eine abweichende Belegung bei bestimmten Varianten zu finden. (Der Ton besitzt einen Pegel von ca. 500mV bei 47kOhm Impedanz. Der FBAS-Videopegel beträgt etwa 1V bei 75Ohm, der Pegel der einzelnen Farben liegt bei 0,7Vpp.) Nachteil: S-Video oder RGB-Übertragung sind nur in einer Richtung möglich.
  • DVI : Dieses Digital Video Interface stammt von PCs. Darüber wedren digital die Daten vom Rechner zum TFT-Monitor übertragen. Aber auch im Heimkinobereich an Fernsehern und DVD-Playern konnte es sich durchsetzen.
  • HDMI : Neuere gute DVD-Player haben diese digitale Schnittstelle (Audiound Video) für Wiedergabe auf TV.
    SCART-Buchse 1. Audio out R
    2. Audio in R
    3. Audio out L
    4. Audio ground (Masse)
    5. Blue ground
    6. Audio in L
    7. Blue
    8. Remote, Schaltplus (16:9-Status)
    9. Green ground
    10. Datachannel 2
    11. Green
    12. Datachannel 1
    13. Red ground (Chrominance ground)
    14. Data ground (Fast blanking ground)
    15. Red (Chrominance in/out)
    16. Synchronize in, Austastsignal (Fast blanking)
    17. FBAS out ground (Luminance ground)
    18. FBAS in ground, Synchr.
    19. FBAS out (Luminance out)
    20. FBAS in (Luminance in)
    21. shield, ground

    für Audio/ einfaches Video nötig für RGB, für S-Video
    S-VHS-Hosidenbuchse 1 Masse Y
    2. Masse C
    3. Luminanz Y
    4. Chrominanz C
    S-VHS-Hosidenbuchse (S-Video)
    6-poliger DIN
    1 Schaltplus / Remote
    2 Video FBAS
    3 Masse
    4 Audio links (?)
    5 Spannung +
    6 Audio rechts (?)
    6-polige DIN-Buche in älteren Geräten für comp. Video und Audio
Ich empfehle bei Videorecordern den Anschluß mit einzelnen Cinch und S-Video-Buchsen, da man so sehr flexibel bei guter Qualität und Kontaktsicherheit fährt. Dazu sind oft SCART-Adapter nötig.
Bei hochwertigeren Quellen, wie DVD-Playern sollte man immer die RGB-Ausgänge direkt mit dem TV verbinden oder zumindest die S-VHS-Buchsen nutzen. Fehlen diese, empfehle ich die SCART-Adapter mit Schalter (Signalrichtung) 3 Cinch-Buchsen und einer Mini-DIN.

OK (dazu kamen viele Mails) dann noch ein paar Wort zum Anschluß der
Audio-Verbindungen vom DVD-Player zur HiFi-Anlage :

  • Stereo-out (2x Cinch, analog) Aus Kompatibilitätsgründen und zur Wiedergabe bei gewöhnlichen Audio-CDs. Hierbei wird bei DVD-Wiedergabe der normale Stereoton wiedergegeben, der auch Dolby Surround (Pro Logic) enthalten kann. Der Stereoton kommt dabei üblicherweise aus dem AC3-Datenstrom und wird (per Downmix) einfach neu errechnet.
  • SP-DIF (Digital out) Dieser Digital-Ausgang (optisch als TOSLINK oder elektrisch/koaxial als Cinch) leitet verlustfrei die digitalen Audio-Daten bei der Wiedergabe von Audio-CDs oder -DVDs im PCM-Format (wahlweise 16/20/24Bit, mit 32/44,1/48/96/192kHz) nach draußen. Bei Video-DVDs wird darüber der digitale Mehrkanaldatenstrom, der direkt auf der DVD enthalten ist, nach außen geführt. Das meistbenutzte Verfahren ist AC3 (aka Dolby Digital), aber auch DTS oder MPEG-2-Audio sind möglich. Die Datenrate und das Datenformat unterscheidet zwischen den Verfahren, so dass ein digitaler Dekoder benötigt wird, um auf 5...7 getrennte analoge Ausgänge zu kommen. Dieser Dekoder befindet sich meist in Mehrkanal-Verstärkern mit 5 (oder mehr) Endstufen. Das ist der klanglich beste Weg.
  • 5.1 out (analog) sind meist (5 oder 6) einzelne Cinch-Buchsen. Hierbei befinden sich der/die jeweiligen Mehrkanaldekoder im Player, so dass man an diesen Ausgängen getrennte Vorstufen anschließen kann. Normalerweise empfiehlt sich das nur bei älteren Dolby Surround-Receivern (mit analogem 5.1-Eingang), die damals aber schon mit fünf (statt 4) Endstufen ausgeliefert wurden, um später noch andere Mehrkanalverfahren nutzen zu können. Eine Anpassung von 5.1 auf digital (SP/DIF) ist jedoch nur mit extremen Aufwand möglich. Umgekehrt also von digital auf analog ist mit einem externen Decoder möglich, der aber auch mehrere hundert Euro kostet. Benutzt wird dieser Ausgang aber auch für SACD-Multikanal, das nicht über die digitale Schnittstelle übertragen werden kann.


Meine Meinung:
Richtig durchgesetzt hat sich in Deutschland Dolby Digital in den Kinos. PAL-DVD mit AC-3 ist ja im Moment das beste und meistverbreitetste (in Europa) im TV-Home-Bereich. MPEG-2-A hat durch die nicht so gute Datenkompression große Probleme mit den Phasenverschiebungen, die man aber (neben den Amplitudenunterschieden) zur Richtungslokalisation der Phantom-Schallquellen braucht. Der Vorteil von MPEG ist die bessere Frequenz- und Amplitudengenauigkeit, die aber kaum zum Tragen kommen. Seitdem Philips bekanntgab, dass MPEG und nicht Dolby das digitale Tonverfahren für die DVDs in Europa sein soll, boykottiere ich ich dieses System und diesen Hersteller, der seinen Rotz, wegen EU-Subventionen, Geld durch Decoder-Lizenzen und Chip-Herstellung (ICs) etc. durchsetzen will. Und das entgegen der Kunden- und Konsumentenwünsche! Zusammen mit SONY versuchten sie diesen Blödsinn durchzusetzen. Aber wie der Name sagt: SO-NIE. Denn Dolby Digital war bereits der Standard, nur das dann ein weiteres zusätzliches Verfahren auf den Markt geworfen wurde. Das ist außerhalb Europas besser: nur AC-3 (und teilweise als High-End-Alternative DTS), so sollte es auch sein. Warum neuen, aber nicht besseren Quatsch erfinden, wenn sich das alte System bewährt hat (seit 15 Jahren) und bereits überall verbreitet ist. Kompatibilität ist doch etwas tolles!
Und wenn sich manch einer wundert, warum MPEG-2-A und SDDS schlechter als DTS oder AC-3 klingen, obwohl die Datenrate höher ist. Man digitalisiert im Original die Kanäle mit 48kHz und 20 Bit (16 mal so genau wie die 16Bit-Version). Selbst durch etwas stärkere Kompression ist das Endergebnis so insgesamt besser. Je mehr Rohmaterial vorhanden ist, desto besser kann der Algorithmus arbeiten.

In den meisten DVD-Playern fehlen meist eingebaute Mehrkanal-Decoder, so dass ein externer Decoder notwendig wird. Dies macht gar nichts, da die Mehrheit eh' getrennte Decoder anstatt 6 getrennter Endstufen besitzt. Wichtig ist es deshalb, dass die digitalen Ausgänge auch neben Dolby-Digital (AC-3), andere Digitaldaten wie z.B. DTS, PCM (reine Audio-CDs und -DVDs) und auch MPEG-2 nach außen führen. Im Moment wird meines Wissens DTS auf DVDs nur mit NTSC in den USA benutzt. Ob und wann es auch in Europa den großen Durchbruch hat, ist noch ungewiß, da das DVD-Konsortium für Europa nur AC-3 und MPEG-2 freigegeben hat. Es existieren aber bereits einzelne Pressungen mit DTS in Deutschland.
Für die Mehrkanal-Wiedergabe ist die erste Möglichkeit, wenn möglichst viele, zumindest aber AC-3 (und DTS für die Zukunft) als Decoder im Player integriert sind und dieser einen 6-Kanal-Ausgang besitzt. Dann kann mit getrennten Endstufen gearbeitet, oder der 5- oder 6-Kanal-Eingang eines bestehenden Dolby Surround-Verstärkers benutzt werden. Da die internen Decoder des DVD-Players leider klanglich den "externen" hinterherhinken, ist die folgende Variante besser.
Diese empfehle ich auch: Das ist ein leider teurer, vollausgestatteter Mehrkanal-Verstärker oder -Receiver, der über die digitalen Eingänge die internen Decoder versorgt. Hier ist AC-3 Pflicht, zusätzlich ist auch DTS denkbar, (MPEG-2 kann das nicht schaden). Nachteilig bei diesen großen "Mehrkanalstationen" (besonders bei den Receivern) sind jedoch auch oft die relativ schlechte Stereo-Qualität. Klanglich noch besser ist deshalb ein getrennter Decoder mit Vorstufen und dazu getrennte Endstufen (maximal 6 Stück, für vorn und hinten können auch 2 Stereo-Endstufen verwendet werden). Der Decoder sollte auch über die analogen Eingänge Surround-ProLogic entschlüsseln, um auch Stereo-Quellen, wie Videorecorder, TV mehrkanalig verwenden zu können. Auf jeder DVD mit MPEG-2-A ist neben den digitalen Raumklangdaten noch die mit MPEG-1-komprimierte Stereo- b.z.w. Pro Logic - Information enthalten, so dass man auch bei anderweitig kodierten nicht auf das rundherum verzichten muss, auch wenn es nicht überragend klingt.


Noch etwas zu DVD-Brennern
: Das Problem: es gibt keinen einheitlichen Standard, sondern viele verschiedene: DVD-RAM, DVD-R(A), DVD-R(G), DVD-RW, DVD+R, DVD+RW heißen sie.

Es gibt 3 Konsortien

  • -R / -RW (hauptsächlich Pioneer) Direkt kompatibel zur Video-DVD sind vor allem die beiden DVD-R-Versionen (Audience, General). Sie unterscheiden sich nur beim Brennen, nicht beim Lesen voneinander, das hat im wesentlichen rechtliche Ursachen. Leider wird dieses Verfahren im Moment hauptsächlich von Pioneer favorisiert. Kapazität auf 4,39GB begrenzt, komplette DVD-Kopien lassen sich so nur durch Neukomprimierung erstellen.
  • +R / +RW (vor allem Philips) Die DVD+R und DVD+RW hat sich ebenfalls durchgesetzt.
  • -RAM (Panasonic) Obwohl die DVD-RAM sehr flexibel (z.B. nachträgliches Editieren) ist, wird er sich wahrscheinlich auf breiter Front nicht durchsetzen, denn er hat ein großes Manko, es ist inkompatibel zu DVD-Video! Es ist momentan nur für Computer-Programme und -Daten und nicht für konventionelle DVD-Player.

Neue Multinorm-Brenner können sowohl Plus- als auch Minus und manchmal auch DVD-RAM brennen.
Double-Layer (DL)-Rohlinge schienen erst der große Durchbruch zu werden, aber da viele DVD-Player sie nicht unterstützen, sollte man sie hauptsächlich für Daten einsetzen.
Regionalcodes:

Regionalcode-Verteilung
Diese Regionalcodes (RPC) wurden von den Filmbetreibern eingeführt und sollen dafür sorgen, dass Filme, die in den USA gerade auf DVD erscheinen, das Kinogeschäft im Ausland (z.B. Europa) zu ruinieren. Dieser Code sorgt dafür, dass man auf in Europa gekauften Playern nur DVDs aus Europa (Südafrika und Japan durch Regionalcode 2) anschauen kann, US-Importe (Regionalcode 1) bleiben dann außen vor, da der Player sich weigert, DVDs mit anderen Codes wiederzugeben. Bei den Playern können Regionalcodes von 0 bis max. 8 eingestellt werden.
Aber der DVD-Player läßt sich als regionalcodefrei nachträglich modifizieren. Auch gibt es Geräte, die schon beim Neukauf codefree sind. Das ist nicht illegal, wie manche vermuten! Allerdings dürften diese dann nicht das DVD-Logo tragen...
Leider kostet dieser nachträgliche, aber sinnvolle Eingriff oft Aufpreis (meist zwischen 50,- bis 200,- Euro), also vorher erkundigen. Manchmal besitzen dann diese Player keine Werksgarantie mehr.
Erhältlich sind z.B. codefree-DVD-Player bei hör-an, diese liefern Neu-DVD-Player mit Garantie aus, modifizieren aber auch (z.B. ältere) Geräte vieler Hersteller. Selbst in großen Kaufhäusern gibt es sie nun schon, da Marketing-Leute feststellten, dass sie sich besser verkaufen lassen. In Deutschland sind sehr viele DVD-Player als codefree-Version erhältlich.
Vor allem die preiswerten China-Importe interessierten sich nicht für den Code;)
Es existieren verschieden Möglichkeiten einen Player Code-frei zu machen, die beste Möglichkeit ist das menügeführte Einstellen am Player oder die automatische Erkennung anhand des DVD-Regionalcodes. Dann gibt der Player den Code vor, den die DVD haben will.
Ältere Geräte wurden teilweise auf Regionalcode 0 eingestellt, um so alle Scheiben abzuspielen, was zuerst auch hervorragend funktionierte. Dann aber reagierten die Software-Produzenten darauf, so dass neue DVDs auf diesen Playern nicht mehr laufen. Die Software auf den Scheiben weigern sich auf Playern mit Reg-Code 0 wiedergegeben zu werden.

Meistens sind nur die etwas teuren Player mit 2 Lasern wirklich sehr gut für DVD und CD(-R), da die reine DVD-Lasereinheit nun mal für DVDs optimiert wurde und so Probleme mit CD-Rs und CD-RWs hat. Die meisten Player klingen ähnlich gut wie ihre nur geringfügig preiswerteren "CD-Brüder". So lohnt sich heute ein Kauf eines DVD-Players im mittleren Preissegment auch als CD-Player-Ersatz auf jeden Fall.

Im PC-Bereich ist das mit dem Regionalcode eine etwas andere Sache. Auf Druck einiger Konzerne mußten die Hersteller ihn auch (seit 31.12.99) korrekt integrieren. Er läßt sich zu Beginn einstellen. Später sind noch mal einige (oft nur 3...5) Änderungen möglich. Dann muss er (kostenpflichtig!) vom Hersteller freigeschaltet werden, so dass er dann wieder nur die wenigen Korrekturen über sich ergehen lassen kann. Hier helfen nur ausgewählte Marken-Laufwerke (z.B. Pioneer), die mit (nicht originalen) Firmware-Updates aus dem Netz z.B. hier oder hier alle DVDs egal aus welcher Region abspielen können.

Anleitungen unter www.dvdrhelp.com/dvdhacks


Meine Meinung zu HDTV:

High-Definition-TV ist ja momentan in aller Munde. Warum man bei diesem "alten" Standard aber nicht bessere Varianten nutzt, ist mir unklar. Warum?
1. Die Auflösung als progressives Vollbild (1280 x 720) ist in Vertikalrichtung nur 25% größer als bei der anamorphen DVD und 66,7% größer als bei Standard-PAL, in Horizontalauflösung sind es ca. 78% mehr.
Das ist sicher kein Quantensprung... Da gibt es zwar noch die bessere Auflösung von 1920x1080, damit ist die Auflösung um Faktor 1,88(V)...2,67(H) größer. Diese überzeugt, ist aber interlaced (wozu in der heutigen Zeit?) und nur wenige Geräte können das auch progressiv darstellen... Auch gibt es heute nur eine Handvoll teurer Geräte, die diese volle Auflösung voll wiedergeben. Die Fernseher mit HD-Ready-Logo haben meist 768 Zeilen. (das sind nur ca  33% mehr als bei der anamorphen DVD) Zumal mit jedem Umrechnen (egal ob Hoch- oder runterrechnen) das Bild wieder unscharf wird.
Der beste Kompromiss dürfte die progressive Darstellung mit 1080 Zeilen von progressiven Vollbildern (Kinofilm) sein.

2. Außerdem können die meisten Flat-Screens keinen Kinomode wiedergeben, der die Original-24-Bilder-pro-Sekunde des Films darstellt. Erstmals werden auf BlueRay und HD-DVD nun diese Originalkinobilder gespeichert. Hier wären 48 (2x24) oder 72 (3x24) wie im Kino anstatt der 50 oder 60 Vollbildern pro Sekunde sinnvoll. Denn bei PAL (25fps) muss der Film 4% schneller laufen als im Original oder bei NTSC wird abwechselnd (jedes 6. Bild) doppelt gezeigt, was bei schnellen Bewegungen (Schwenks) zu einem unruhigen, ruckeligen Verlauf führt.

Wenn man also schon eine richtige Umstellung macht, dann sollte man die alten (schlechten) Bestandteile, die in der Vergangenheit schon für Ärger sorgten, gleich mit entsorgen.

Von der DVD hat man anscheinend nicht gelernt.

Sollte ich in den nächsten Jahren die Wahl haben zwischen einem geschnittenen HDTV-Film im Free-TV oder dem Original auf DVD mit "niedrigerer" Auflösung, wähle ich sicher die DVD., Kaum ein Player gibt den Kinomode 1080p24 (Vollauflösung progressiv mit 24 Bildern pro Sekunde) via HDMI so aus und nur einige (Pioneer) HDTV-Geräte stellen das dann korrekt dar.