| last update 18.07.2010
Car-HiFi - FAQs |
| halbe Lautstärke: -10dB | doppelte Lautstärke +10dB |
| halber Schalldruck: -6dB | doppelter Schalldruck: +6dB |
| halbe Leistung: -3dB | doppelte Leistung: +3dB |
| vierfache Leistung: +6dB | zehnfache Leistung: +10dB |
| doppelter Abstand: -6dB | doppelte Anzahl +3dB (Siehe Punkt 13) |
Für den Schalldruck gelten als Richtwerte 0dB als Hörschwelle und 120..140dB als Schmerzschwelle. Das ist frequenzabhängig.
| 0,25 sone = 20dB |
0,5 sone= 30 dB | 1 sone = 40 dB |
| 2 sone = 50 dB | 3 sone = 56 dB | 4 sone = 60 dB |

4. Warum so dicke Kabel und welche Kabelquerschnitte werden im Auto benötigt?
Da im Auto im Gegensatz zum Home-HiFi geringere Spannungen (12-14V statt
220-240V) herrschen, aber man ebenfalls große Leistungen haben will,
sind Ströme um ein Vielfaches (ca. 20fach) höher. Damit am Leitungsende
noch genug Spannung ankommt und die Kabel nicht brennen sind große
Leitungsquerschnitte erforderlich. Denn es gilt U=I*R, das heißt,
dass durch den 20fach höheren Strom auch die 20fache Spannung
über das gleiche Stück Kabel abfällt. So braucht man sich nicht wundern, dass solche daumendicken
Kabel im Auto verlegt werden, es fließen bei großen Endstufen
Ströme, mit denen man auch schweißen könnte.
Die maximale elektrische Spannung des Kabels hängen hingegen hauptsächlich
von der Isolierung ab.
dazu folgende Tabelle (auszugsweise DIN 57100 Teil 523/430) Das sind
alles die Maximalwerte (Dauerströme) der Kupfer-Leitung, die nicht
überschritten werden dürfen.
Die Nennströme der Sicherungen müssen jedoch geringer gewählt
werden. (Angenommen wird Kabel Gruppe 2 für bewegliche Leitungen.)
| Drahtquerschnitt | d (mm) | AWG | R (mOhm) | max. Strom (A) | Sicherung (A) | Leistung @ 12V/14V | Leistung an 4 / 8 Ohm |
| 0,5qmm | 0,798 | 22 | 34,0 | 6 | (4) | 70W / 80W | 140W / 280W |
| 0,75qmm | 0,977 | 19 | 22,7 | 12 | 6 | 140W / 160W | 550W / 1100W |
| 1,0qmm | 1,128 | 18 | 17,0 | 15 | 10 | 170W / 210W | 900W / 1800W |
| 1,5qmm | 1,382 | 16 | 11,3 | 18 | 16 (10) |
210W / 250W | 1,2kW / 2,4kW |
| 2,5qmm | 1,784 | 14 | 6,80 | 26 | 20 | 310W / 360W | 2,7kW / 5,4kW |
| 4qmm | 2,257 | 12 | 4,25 | 34 | 25 | 400W / 470W | 4,6kW / 9,2kW |
| 6qmm | 2,764 | 10 | 2,83 | 44 | 35 | 520W / 610W | - |
| 8qmm | 3,192 | 8 | 2,13 | (50) | (40) | 600W / 700W | - |
| 10qmm | 3,568 | 7 | 1,70 | 61 | 50 | 730W / 850W | - |
| 16qmm | 4,514 | 5 | 1,06 | 82 | 63 | 980W / 1100W | - |
| 21qmm | 5,096 | 4 | 0,83 | (90) | (70) | 1080W / 1260W | - |
| 25qmm | 5,642 | 3 | 0,68 | 108 | 80 | 1,3kW / 1,5kW | - |
| 35qmm | 6,676 | 2 | 0,49 | 135 | 100 | 1,6kW / 1,8kW | - |
| 42qmm |
7,35 |
1 |
0,41 |
(150) |
100 |
1,8kW / 2,1kW |
- |
| 50qmm | 7,979 | 0,34 | 168 | 125 | 2,0kW / 2,3kW | - | |
| 53qmm |
8,25 |
1/0 |
0,32 |
(175) |
125 |
2,0kW / 2,3kW |
- |
| 67 qmm |
9,27 |
2/0 |
0,25 |
(180) |
(125) |
2,0kW / 2,3kW |
- |
| 70qmm | 9,441 | - |
0,24 | 207 | 160 | 2,4kW / 2,8kW | - |
| 85qmm |
10,40 |
3/0 |
0,20 |
(225) |
(175) |
2,7kW / 3,1kW |
- |
| 95qmm | 11,00 | - |
0,18 | 250 | 200 | 3,0kW / 3,5kW | - |
| 107qmm |
11,68 |
4/0 |
0,16 |
250 |
(200) |
3,0kW / 3,5kW | - |
P = U*I = R*I*I = U*U/R
P Leistung in Watt (W)
U Spannung in Volt (V)
I elektrischer Strom im Ampere (A)
Bei der Auswahl des Stromversorgungskabels werden alle Ausgangsleistungen addiert, dann mit 1,5 multipliziert, um die Verluste einzubeziehen Angenommener Wirkungsgrad etwa 0,7 (praktisch liegt er zwischen ca. 50...78%) bei AB-Endstufen. Dieser Typ ist der am meisten benutzte im Home- und Car-HiFi-Bereich. (Mehr dazu unter FAQ 6)
Da jedoch der Maximalpegel nicht ständig den maximalen Strom fließen
lässt, liegt der Dauerstrom etwas darunter, auch weil Elkos die Endstufe
puffern.
Je nach Aussteuerung kann der Wirkungsgrad auch bei AB-Endstufen stark
abfallen. Wenn man auf der sicheren Seite liegen will, nimmt man deshalb
etwa die doppelte Ausgangsleistung (Sinus) als Nennleistung an.
Beispiel:
Verwendet wird eine Endstufe mit 4x120W an je 4 Ohm. Daran werden auch 4 Lautsprecher mit dieser Impedanz angeschlossen.
Ausgangsleistung => 4 * 120 W = 480 W
Leistungsaufnahme => 2 * 480 W = 960 W
Strom => 960 W / 13,5 V = 71 A
in Tabelle schauen
=> mind. 16 qmm, besser 25 qmm, denn viel hilft viel, bei niedrigeren Leistungen
lieber größere Querschnitte wählen, um Verluste der Kabel
zu minimieren. Bei hohen Leistungen ist eine Verkürzung der Kabel
sinnvoll, was durch eine intelligente Verlegung oder Ergänzung einer
2. Autobatterie im Kofferraum möglich ist.
denn:
angenommen U=13,5V
Widerstand der Leitung: R = roh * Länge[m]/Querschnitt[qmm]
roh (spez. el. Widerst.) ist abhängig vom Material: roh = 0,0161
(Silber); 0,0170...,0178 (Kupfer); 0,023 (Gold); 0,030(Alu); 0,11 (Zinn);
0,13 (Eisen)
Beispiel: R1 (Cu,4m,10qmm) = 6,8mOhm
Angenommen wird, dass 2 Kabel mit diesem Querschnitt (+ und -)
nach hinten geführt werden, ohne zusätzliche Erdung der Endstufe
an der Karosserie, das heißt R=13,6mOhm.
Spannungsabfall U=R*I
Bei 60A Dauerstrom fallen bei 10qmm ca. 0,816V (!) ab, d.h. es kommen
nur etwa 93,96% der Spannung (12,68V) am Ende an! Bei Verwendung von 25qmm-Kabel
(R=5,44mOhm) fallen "nur" 326mV ab, es kommen 97,58% (13,17V), also etwa
ein halbes Volt mehr an! Und dadurch wird entsprechende Leistung in Form
von Wärme vom Kabel abgegeben, beim oben verwendeten 10qmm-Kabel etwa
50W, beim 25qmm-Querschnitt immerhin noch ca. 20W!
Wieso diese Rechnung? Diese Spannungsschwankungen an der Endstufen wirken u.a. klangverschlechternd und sorgen für Störungen.
5. Lässt sich die Stromversorgung noch verbessern?
Bei Verwendung von Elkos werden die Strom-Spitzen (Spannungsabfall)
von diesen Kondensatoren abgefangen, so dass es geringere Spannungsschwankungen
gibt. Geringere Spannungsschwankungen bewirken bessere Impulsivität
und Präzision. Da Batterien (Blei-Akkus) größere Innenwiderstände
als Elkos besitzen, sind sie kein Gimmick, sondern sinnvoll. Das Klangbild
wirkt insgesamt besser, homogener. Der Hochtonbereich klingt so auch wesentlich
transparenter und der Bass ist präziser.
Ein 1F Elko hält bei 12V und 60A (!) und abgeschalteter Stromversorgung
nach einer Zeit von 0,1s (volle 4 Perioden bei 40Hz) noch eine Spannung
von mehr als 7V.
"Viel hilft viel!" Warum? Da sich Kondensatoren bei der Spannung in
Form einer e-Funktion entladen (im Gegensatz zu Akkus), halbiert sich mit
doppelter Kapazität auch die Spannungsdifferenz bei etwa gleichem
Strom.
Anschluss:
Je näher desto besser. Deshalb haben sich zusätzliche
Elkos in den Endstufen an der höheren Spannung besonders
bewährt,
leider sind die Kapazitäten dort etwas geringer, denn die
Kondensatoren
müssen den dortigen hohen Spannungen standhalten, dafür sind
die Ströme geringer. Je näher sie an der Endstufe sind, desto
kleiner ist ihr Innenwiderstand und die Induktivität des Kabels,
d.h.
desto "schneller" können sie die Spannung nachliefern.
Außerdem können sie trotz geringerer Kapazität durch
die hohe Spannung größere Energien speichern.
Es zeigt sich so, dass externe Elkos sehr nah an der Endstufe
angebracht werden müssen. Grund dafür sind die Kabelwiderstände
und -Induktivitäten, die sich mit denen des Elko addieren. Damit sie
gut funktionieren, sind weniger als 10cm (4 inch) Kabel mit ausreichend
Querschnitt (z.B. 10...16qmm) bis zur Endstufe nötig.
Elkos mit Elektronik haben zwar Vorteil bei der Handhabung, besitzen
aber meist einen etwas größeren Innenwiderstand als gute, einfache
Exemplare. Der Innenwiderstand (ESR) ist aber allein nur bedingt aussagekräftig, denn auf die gesamte Impedanz kommt es an.
Beim Anschluss der Elkos (ohne Ladeelektronik) würde zu Beginn (Aufladen) ein sehr großer Strom fließen, deshalb muss der Elko langsam aufgeladen werden, ein Widerstand (10..33Ohm mit 1W) in Reihe zur Strombegrenzung und nach 1...2 Minuten ist der Elko voll genug, um den Widerstand wegzulassen und sofort direkt an die Betriebsspannung zu hängen.
Bei
der Stromversorgung von der Batterie hilft nur eins: Querschnitt.
Da der Bleiakku meist vorn und die Endstufen hinten sind, werden hier
mehrere
Meter Kabel benötigt. 25qmm sind da sicherlich hilfreich. Auch
hilft
ein großer Blei-Akku (66/80Ah oder mehr) des Fahrzeugs, um
Spannungsschwankungen
(kleinerer Innenwiderstand) zu verringern. Obwohl einige
Auto-Hersteller
davon abraten, größere Batterien zu verwenden, gibt es
keinen
guten Grund, die normale durch eine mit höherer Kapazität zu
ersetzen: Aufpassen muss eher bezüglich des Maximalstromes, hier sollte man den Originalwert nicht allzu weit
überschreiten.
Bei einigen deutschen Modellen (VW, Opel) soll es aber Probleme
mit der Lichtmaschine geben, da diese meist in kleineren Motorisierungen
unterdimensioniert sind. Also lieber zu Beginn schon die größeren
Motoren kaufen, wenn man das eh nicht schon getan hat. ;)
Daran denken, man braucht dann die doppelte Wegstrecke, um mit der
Lichtmaschine den Blei-Akku wieder voll aufzuladen, was im Winter oft lange
(Licht, Scheibenheizung) dauert und bei Kurzstrecken-Fahrten unmöglich
ist. Blei-Akkus haben bei niedrigen Temperaturen (unter -10°C) oft
weniger als ein Drittel ihrer Norm-Kapazität.
6. Was ist Class-T oder welche Endstufentypen gibt es?
Endstufen sorgen dafür, dass die entsprechende Wechselspannung
(Töne) mit hoher Spannung (meist 10-60V) zur Verfügung stehen,
auch wenn eine Last von wenigen Ohm daran hängt und so große
Ströme fließen. Gesteuert werden diese über Transistoren.
Während früher hauptsächlich bipolare Typen zum Einsatz
kamen, werden seit geraumer Zeit immer mehr Feldeffekt-Typen (z.B. MOSFET)
eingesetzt. Diese besitzen zahlreiche Vorteile.
Da Transistoren keine ideale, lineare Kennlinie besitzen, hängt
die Wiedergabequalität auch von der Dimensionierung ab.
Die Class (Klasse) gibt an, in welchem Arbeitspunkt man die Endtransistoren
betreibt. Jeder hat seine Vor- und Nachteile:
Bei Class-A-Betrieb liegt er genau in der Mitte der Betriebspannung,
was eine hervorragende Linearität, aber eben den sehr schlechten Wirkungsgrad
(nur wenige Prozent) bedeutet. Große Leistungen (>100W) sind damit
kaum erreichbar, da sich die dabei entstehende Wärme nur noch schwer
über Kühlkörper abführen lässt. Eine solche
Endstufe ist zig-mal (z.B. Faktor 20) mehr Heizung als NF-Verstärker.
Die Stromaufnahme hängt hier nicht von der Aussteuerung ab, es fließt
immer der gleiche Strom durch die Endtöpfe.
Endstufen nach Class-A werden nur in Vorstufen und bei einigen Home-HiFi-Amps benutzt.
Class B lassen sich sehr hoch aussteuern und haben einen hohen (maximal knapp 80 %)
Wirkungsgrad, jedoch gibt es starke Nichtlinearitäten bei Nulldurchgängen
und Kleinsignalen. Das erhöht unter anderem den Klirrfaktor deutlich.
Der übliche Kompromiss sind so genannte AB-Endstufen, deren
Arbeitspunkt "dazwischen" liegt und diese Verzerrungen reduziert. Eine AB-Endstufe
hat bei ca. 2/3 der Vollaussteuerung die maximale Leistungsaufnahme. Wieso
das? Ist der Transistor voll offen, fließt zwar der maximale Strom,
es fällt aber nur eine geringe Spannung über ihn ab, also im
Übergangsbereich (weit, aber nicht voll offen bei großem Strom)
ist die Verlustleistung am größten. Der maximale, theoretische
Wirkungsgrad liegt wie bei Class-B bei 78,5%.
Bei Class C liegt der Arbeitspunkt noch höher, so ist er für
analoge NF-Anwendungen nicht sinnvoll, solche Endstufentypen werden üblicherweise
nur im HF-Bereich eingesetzt.
Class
D
erlaubt eine quasi digitale (entweder voll auf oder voll zu)
Ansteuerung, das heißt, die Signale werden moduliert und
anschließend
geglättet, also am Ende die hohe Schaltfrequenz (HF)
herausgefiltert, PWM- oder PFM-Prinzip also. Die Schaltfrequenz liegt
bei mind. 10, typisch bis etwa dem 30-fachem der oberen Grenzfrequenz.
(also 200...600kHz) Leider besitzen diese
Endstufen eine
schlechte Klangqualität. Class-D werden deshalb, wenn
überhaupt,
nur bei extrem großen Ausgangsleistungen im Car-HiFi-Bereich
für
den Bass verwendet. Ein Problem ist zum Beispiel dabei der am Ausgang
liegende
passive Filter (Tiefpass), der die Schaltfrequenz filtern muss, er
erhöht
aber auch wieder den Innenwiderstand. Im sonstigen HiFi-Produkten
finden sie keine Verwendung.
Neuere so genannte Class-T-Endstufen (T steht für den Hersteller
Tripath) haben ebenfalls diesen hohen Wirkungsgrad einer Class-D, bieten
jedoch durch zusätzliche digitale Regelung und Überrechnung (DSP)
eine wesentlich bessere Klangqualität, die etwa auf A/B-Niveau liegt. Sie sind klanglich den Class-D überlegen,
sind aber (meine Meinung) ebenfalls nur für den Bassbereich zu empfehlen.
Im Car-HiFi werden solche speziell-gesteuerten Amps oft auch als Class
X bezeichnet. (Evtl. werden hier auch andere Chips als von Tripath verwendet...)
Da die so genannten Digital-Endstufen (Class-D und Class-T) einen hohen
Wirkungsgrad von etwa 80...95% haben, liefern sie also bei gleicher Wärmeabgabe
(und so annähernd gleicher Gehäusegröße) etwa 50...80%
mehr Ausgangsleistung.
Neu im Auto-Bereich ist die Bezeichnung Class-H.
Hierbei handelt es sich um eine
spezielle Endstufe, die mehrere Anzapfungen und so mehrere
Betriebsspannungen hat, so dass der Wirkungsgrad hier höher ist. Im
Auto ist es oft auch ein integrierter Amp, der auch bei niedrigen
Spannungen (z.B.
Bordnetz Auto) viel Leistung produzieren kann. Erreicht die
Ausgangsspannung die Betriebsspannung, kann man ja normalerweise nicht
höher aussteuern, es beginnt das Clipping. Bei diesen
Endstufenschaltkreisen ist jedoch eine Ladungspumpe (charge pump)
integriert, die eine höhere Spannung (rein theoretisch fast
doppelt so hoch) in einem Elko speichert und diesen zyklisch
auflädt. So ist in der Praxis etwa die doppelte Leistung (Spannung
ca. 40...50% über Ub) möglich. Im Brückenbetrieb wird
das ganze wie gewohnt doppelt aufgebaut und das Signal des einen
Endstufenteils in der
Phase gedreht. So sind auch bei 13,5V Bordnetz im Auto an 4Ohm etwa
50...80W pro Kanal erreichbar. Die Hauptvorteile sind die preiswertere
und kleinere Bauform gegenüber "richtigen" Netzteilen. So kann man
diesen Typ auch direkt im Autoradio einsetzen. Die Verlustleistung ist
dann aber trotzdem entsprechend hoch.
Nachteilig ist die geringere Dauerleistung und der höhere
Klirrfaktor bei der Ladungspumpenversion, da die gespeicherte Spannung nur für kurze Zeit
verfügbar ist.
Zum Dämpfungsfaktor siehe Frage 14.
Erst mal prinzipiell:
Der elektrische Widerstand gibt an, welchen Widerstand dem Strom
entgegengestellt
wird, also wie groß der Spannungsabfall über diesen
Widerstand
bei einem bestimmten Strom ist. Eine Spannungsquelle, etwas anderes ist
eine Endstufe auch nicht, stellt eine Spannung zur Verfügung, je
kleiner
der Widerstand der daran angeschlossen wird, desto größer
der
Strom (I=U/R), das Produkt aus Strom und Spannung ergibt dann die
Leistung (P=U*I). Eine Besonderheit
stellt der Widerstand von Spulen und Kondensatoren an Wechselspannungen
dar, da er Phasenverschiebungen verursacht. Also fließt der
maximale Strom quasi zu einer anderen Zeit als beim
Spannungsspitzenwert bei Wechselspannungen. Dieser Widerstand und die Phasenverschiebung ist zudem
auch frequenzabhängig. Bei Kondensatoren ist der Widerstand mit höherer Frequenz kleiner, bei Spulen höher.
XC = 1 / (2*pi*f*C)
XL = 2*pi*f*L
Z = R + X*j = r exp (j*phi)
Das
j (mathematisch eigentlich i) kennzeichnet den komplex-imaginäre
Anteil des Widerstandes, da er sich nicht phasengleich verhält.
r = IZI=sqrt(R*R+X*X) ist der Betrag von Z, phi =arctan(X/R) der Phasenwinkel
Jedes Lautsprecherchassis oder -System hat einen Nennimpedanz (auch
Nennscheinwiderstand Z), sie liegt bei Auto-Lautsprechern (fast) immer
bei gerundeten 4Ohm. Der "richtige" Widerstand ist abhängig von der
Frequenz und ist üblicherweise bei Gleichspannung (0Hz) am geringsten,
dort (Gleichstromwiderstand Re) beträgt er etwa 80% von Z.
| So ungefähr ändert sich der Wechselspannungswiderstand des
Lautsprecher abhängig von der Frequenz. Bei diesem angenommenen 4-Ohm-Chassis
liegt der Gleichstromwiderstand Re bei 3,1Ohm, Bei der Freiluftresonanz
fs (hier 30Hz) steigt der Widerstand auf sein 1. Maximum (26Ohm), bei diesem
Verlauf (abhängig von Höhe und Breite des Anstiegs) ergibt eine
Gesamtgüte Qts von etwa 0,400. Der Anstieg zu den höheren Frequenzen
resultiert aus der Schwingspulen-Induktivität (ca. 3mH).
Die Einbaugüte Qtc und die -Resonanzfrequenz fc steigen beim Einbau in ein geschlossenes Gehäuse dann an. |
![]() |
Unten ist die Anschlussweise für die Reihen- und Parallelschaltung
zu sehen. Bei zwei parallel geschalteten 4Ohm Lautsprechern beträgt
die Gesamtimpedanz dann 2Ohm, wurden sie in Reihe geschaltet, beträgt
sie insgesamt 8Ohm.
Bei 4 gleichen Systemen mit jeweils 4Ohm schaltet man jeweils
2 Chassis parallel (deshalb 2x2Ohm) und diese beiden dann in Reihe (oder
andersherum), erreicht man bei 4 Systemen dann wieder eine Gesamtimpedanz von
4Ohm.
Um klanglich keine Probleme zu bekommen, sollten nur absolut gleiche Lautsprecher zusammen geschaltet werden.

Auf die Impedanz muss geachtet werden, da die der Lautsprecher nicht unter die fallen darf, die als Minimum vom Verstärker (Endstufe) gefordert wird. Im Car-HiFi-Bereich sind Endstufen meist 2Ohm-stabil, also können alle Lautsprecher mit 2Ohm oder mehr angeschlossen werden. Im Home-Hifi gilt allgemein 4Ohm als Minimum. Bei kleineren Werten wird es kritisch, wenn mehr als Teil-Last "gefahren" (größere Lautstärken) wird. Dadurch wird der Strom durch die Endstufentransistoren zu groß, so dass die dabei schnell zerstört werden können, wenn keine Schutzschaltungen gegen Überstrom und Übertemperatur vorhanden sind.
Größere Impedanzen schaden nicht, im Gegenteil, die Endstufe
wird nicht so stark belastet, was Spannungsschwankungen des Netzteils geringer
hält. Je größer jedoch dieser Scheinwiderstand, desto kleiner
wird aber die abgegebene Leistung! -> Hat ein Verstärker eine Sinusleistung
von 100W an 4Ohm, könnte er theoretisch nur noch die Hälfte an
einen 8Ohm-Lautsprecher abgeben, praktisch liegt die Ausgangsleistung durch
das entlastete Netzteil und kleinere Verluste meist bei etwa 60...70W.
Auch 4 und 1Ohm-stabile Endstufen existieren, also auf die Kennzeichnung
achten! Besonders Autoradio-Endstufen sind im allgemeinen nur 4Ohm-stabil!
Eine Besonderheit gibt es beim Brücken von Endstufen zu beachten:
Dieses "In-Reihe-Schalten" der Endstufenausgänge ermöglicht das
Verdoppeln der Ausgangsspannung, was bei gleicher Lautsprecherimpedanz
eine Leistungs-Vervierfachung bewirkt. Da u.a. durch den höheren Strom
auch die Verluste steigen, erhöht sich durch die Leistung nun bei
der stärkeren Belastung (halbe Impedanz pro Kanal) meist aber immer
noch auf 200 ... 300%. In der Praxis heißt das, dass auch
an eine gebrückte 2-Ohm-stabile Stereo-Endstufe nur ein Lautsprecher
mit mind. 4Ohm angeschlossen werden darf, da sonst der Strom zu groß
wird. Das ist auch bei Trimode-Betrieb zu beachten, wenn jeweils zwei
4Ohm-Systeme und ein Subwoofer an einer Stereo-Endstufe betrieben werden
sollen. Ohne Frequenzweiche (z.B. bei Bandpass-Gehäuse) muss
an einer 2x2Ohm-Endstufe, an der an jedem Kanal ein 4Ohm-System hängt,
ein Subwoofer eine Impedanz von mind. 8Ohm haben!
Weiteres Brücken, also in-Reihe-Schalten weiterer Endstufenkanäle,
z.B. bei einer 1Ohm-stabilen 4-Kanal-Endstufe, funktioniert in der Regel
(99% aller Endstufen) nicht! Grund dafür sind die gleichen Potentiale
der Stromversorgung beim Netzteil.
Das gilt auch für Autoradioenstufen, sind diese (High-Power)
bereits gebrückt, ist weiteres Brücken nicht möglich, da
man durch das 12V-Bordnetz die Ausgangsspannung nicht weiter
erhöhen kann.
Weiterhin: Jeder Lautsprecher hat einen "Plus- und einen Minuspol".
Manchmal ist nur ein farbiger Punkt vorhanden, das ist der +. Auf diese
Kennzeichnung muss geachtet werden, da die Lautsprechermembran nur
nach vorn schwingt, wenn eine positive Spannung am + anliegt. Eine Schalldruckerhöhung
findet nur statt, wenn alle Membranen phasenrichtig (zum gleichen Zeitpunkt
mit der gleichen Auslenkung) schwingen. So ist die Polarität bei Parallel-
und Serienschaltung, wie im Bild oben dargestellt, unbedingt zu beachten.
Sonst verringert sich bei entsprechend großer Wellenlänge der
Schalldruck sogar, da sich die Schallwellen auslöschen.
An Weichen kann trotzdem eine Verpolung beim Hoch- oder Mitteltöner,
b.z.w. dem Subwoofer richtig sein, da Frequenzweichen die Phase verschieben,
es also in der Summe zu Auslöschungen kommen kann.
Fehlt die Kennzeichnung: Mit einer 1,5V-Batterie testen. Diese direkt
mehrfach kurz (nur 1...2 Sekunden) an die Lautsprecheranschlüsse halten. Bewegt
sich die Membran beim Anlegen nach vorn, entspricht der Pluspol der Batterie
dem Plus des Lautsprechers. Allerdings sollte man diese Methode nur zum Testen
von Tief- und Mitteltönern verwenden, da Hochtöner dabei schnell
zerstört werden können.
8. Wie werde ich Störungen los?
Davon bleibt im Car-HiFi-Bereich kaum einer verschont: Brummen, Rauschen,
Knacksen, Surren, das alles ist möglich, aber unerwünscht! Am
häufigsten ist mir dabei das drehzahlabhängige Surren bei leisen
Lautstärken begegnet.
Leider haben Störungen manchmal mehrere Ursachen.
Es entsteht durch die Zündanlage des Motors und durch eine unsaubere
Spannungsversorgung der Lichtmaschine. Aber auch alle anderen Verbraucher
und elektrischen Teile können Störungen verursachen.
Über mehrere Wege kann es sich ins Tonsignal einschleichen:
Man erkennt Ursache Nr. 3 leicht daran, dass die Endstufe auch ohne Cinch-Anschluss die Störungen bei laufenden Motor von sich gibt. Zur Beseitigung hier hilft dann meist nur ein Filter (mit Unterstützung weiterer Elkos) in der Stromversorgung oder eine bessere Endstufe.
Will jemand so ein Teil selber bauen: Ein solcher Filter ist ein Tiefpass, also eine Spule in Reihe und dahinter Kondensatoren gegen Masse. Für die Spule gilt: je größer, desto besser. Größere Werte zu erzeugen ist aber schwierig und meist nicht praktikabel, da der Widerstand der Stromversorgung ansteigt. Hier ist ein ausreichend großer Drahtdurchmesser notwendig. Siehe dazu in die Tabelle unter FAQ#4. In allgemeinen macht man das nur bei Radios und nicht bei Endstufen, da die durch ihr eigenes Netzteil die Spannung sowieso sieben sollten.Für die ersten beiden Ursachen (eigentlich generell) gilt:
Weiterhin sind große Pegel auf dem Cinch-Kabel von Vorteil, da sich so direkt das Signal-Geräusch-Verhältnis erhöht, üblich sind dafür schon Ausgangsspannungen vom Autoradio von z.B. 4V, die Endstufe muss damit aber umgehen können.
Weiterhin hilft auch (ab und zu je nach Auto) eine zusätzliche Entstörung der Zündanlage (abgeschirmte Zündstecker und Leitungen). Eine kurze Entfernung zwischen Endstufe und Radio ist weiterhin äußerst nützlich, weshalb bei problematischen Autos eine kleinere Endstufe in Radionähe den großen Boliden im Kofferraum manchmal vorzuziehen ist.
Was sonst immer hilft: Symmetrische Verkabelung mit getrennter Masse,
oder mindestens verdrillte, niederohmige Signalleitungen. Warum man die
symmetrische Verkabelung (im PA- und Studio-Bereich Standard) nicht generell
im Auto benutzt, ist mir schleierhaft. Weiterhin wäre auch die Übermittlung
per (potentialfreien) Lichtwellenleiter eine ideale Möglichkeit, Störungen
so zu verhindern. Allerdings arbeiten LWL nur bei digitalem Signal quasi
ideal.
Hilft das alles nicht, muss man zwei (soundtechnisch nicht ideale)
Trenntrafos oder ein Optokoppler-basierendes Trennsystem einsetzen.
Bei einer älteren Pioneer-Endstufe half mir bei einem Einbau nur
eine Modifikation der Eingangsstufen mit einer Reduzierung des Eingangswiderstandes,
um die Störungen wirklich stark abzuschwächen.
Dazu noch einige Bemerkungen: Je höher der Eingangswiderstand,
desto stärker können Störungen einfallen. Bei richtig hochohmigen
Leitungen (Megaohm-Bereich) kann man quasi "auf den blanken Draht sprechen
und Radio hören". Durch Verringern der Impedanz werden die Störungen
reduziert, so dass bei extrem niederohmigen (wenige Ohm) überhaupt
keine Abschirmung mehr notwendig wäre, wie es bei Lautsprecherleitungen
der Fall ist. Doch leider steigen dadurch die Ströme an, denn die
vorige Ausgangsstufe muss diese nachfolgende versorgen. Ist sie selbst
nicht genügend niederohmig (Innenwiderstand), gibt es Pegelverluste. Auch steigen die
Größen der Koppelkondensatoren dadurch proportional an, so dass
bei den nur wenigen Ohm-Bereich große Elkos (z.B.220uF bei 100Ohm)
nötig sind.
9. Wozu ein Subwoofer?
Diese sollen die ganz tiefen Frequenzen wiedergeben, die die kleinen
Frontsysteme nicht, nicht tief genug, nur schwach oder nur mit zu kleinem
Pegel bringen. Im allgemeinen sind das Frequenzen unter 100Hz, weshalb
eine (meist aktive) Frequenzweiche dem Woofer mit einem Tiefpass zu
größeren Frequenzen hin stark im Pegel reduziert.
Um den Klang des Frontsystems zu verbessern, benutzt man meist noch
einen aktiven Hochpass, die die tiefen, leistungsraubenden Töne
fern halten.
Subwoofer nutzen die Schwäche des menschlichen Ohres, dass
man Frequenzen unter 200Hz wegen der großen Wellenlängen räumlich
nicht orten kann. Die obere Grenzfrequenz des Subwoofers sollte aber trotzdem
immer unter 120Hz liegen, da normale Filter
nicht ideal sind und auch im Frequenzbereich über der Trennfrequenz
noch Anteile durchlassen.
Um tiefe Frequenzen mit gleichem Pegel zu erzeugen, braucht man größere Membranflächen und leider auch wesentlich mehr Leistung!
Sinn und Zweck (?): Wenn ich manche Bass-Orgien erlebe, muss auch ich den Kopf schütteln, denn Pegel von über 120...130phon außerhalb des Autos braucht man für "guten Klang" sicher nicht. So etwas gehört nur in Show-Cars.
Arten:
Der Radio-Anschluss:
Autoradios besitzen auf der Rückseite heutzutage Plastik-Steckleisten,
deren Belegung sich unterscheiden, auch ein ISO-Standard half hier nur
wenig. Ich empfehle aber immer, die Fahrzeug-spezifischen Stecker beizubehalten
und Adapter zu kaufen, dann braucht man nicht groß herumprobieren...
Denn diese funktionieren in 99% aller Fälle.
Anlagenverkabelung:
Direkt von der Batterie gehen die 2 dicken Kabel zur Endstufe,
eigentlich reicht auch ein Plus und man nutzt die Fahrzeugkarosserie
als Masse, das führt aber eher zu Störungen.
Eingeschalten
werden die externen Endstufen über den Remote-Ausgang vom Radio. Hier genügt ein
dünnes Steuerkabel, das üblicherweise beim Cinchkabel dabei ist.
Das Radio liefert hier +12V gegenüber Masse, dieser Steuerausgang sollte mit max. 100mA belastet werden.
Bei mehreren Endstufen empfiehlt sich (je einer für Plus und einer
für Masse) ein massiver (nach außen isolierter) Block, um das
Kabel auf die Endstufen aufzuteilen. Weitere Sicherungen sind jedoch vor
der Endstufe nicht mehr nötig, wenn sie über integrierte Sicherungen
verfügen (ist eigentlich Standard).
Beachten:
Kurzzeitig vertragen die Kabel (vor allem bei Raumtemperatur und darunter)
jedoch mehr als oben in der Tabelle angegeben.
Aber auch Sicherungen lösen erst bei längerem Überschreiten
eines wesentlich höheren Stromes aus. Sie halten je nach Typ und Nennstrom
bis zu einer halben Stunde auch das 1,35-fache ihres Nennstromes aus. Selbst
wenn das doppelte des Nennstromes fließt, löst die Sicherung
erst nach einigen Sekunden (min. 2sec. bis hin zu 1 Minute) aus.
Auszug aus DIN 72 581-3 (Kfz-Flachsicherungen zum Stecken bis max. 32 oder 56V, Form E):
| Nennstrom IN (A) | Farbe | 1xIN
für min 100h |
1,35xIN
min.60s max.30min. |
2xIN
min.2s max.1min. |
3.5xIN
min.0,2s, max.7sec. |
| 20 | gelb | 20A | 27A | 40A | 70A |
| 30 | hellgrün | 30A | 40A | 60A | 105A |
| 40 | orange | 40A | 54A | 80A | 140A |
| 50 | rot | 50A | 68A | 100A | 175A |
| 60 | hellblau | 60A | 80A | 120A | 210A |
| 70 | braun | 70A | 95A | 140A | 245A |
| 80 | natur/weiß | 80A | 108A | 160A | 280A |
Und wenn man ein 10qmm-Kabel nimmt und mal einige Sekunden 150A oder noch mehr drüber jagt, der wird merken, wie warm das relativ dicke Kabel dabei wird.
Bei allen zusätzlichen Einbauten im Auto müssen trotzdem zum Schutz vor Bränden Sicherungen verwendet werden. Bei Fehlern in den Endstufen sprechen die eingebauten Sicherungen an. Eine zusätzliche Sicherung muss jedoch das Kabel selbst sichern, falls es am Ende einen Kurzschluss gibt oder die Isolierung des + sich auf die Karosserie durchscheuern sollte. So sind zusätzlich Gummi-Ummantelungen an gefährliche Stellen um das Kabel vorzusehen. Maximal 30cm von der Batterie entfernt (Versicherungsforderung) ist deshalb im Pluskabel eine Sicherung nötig, die anspricht und auslöst, bevor das Kabels überlastet wird.
11. Wie verbindet man ein Radio der Firma X mit einem Wechsler
der Firma Y?
Das ist eine sehr oft gestellte Frage: Ich rate generell davon
ab, die Wechsler-Radio-Kombinationen von unterschiedlichen Herstellern
zu verwenden. Obwohl es im Einzelfall klappen kann, können solche Sachen
eher Probleme machen b.z.w. funktionieren überhaupt nicht! Und
die Adapter sind extrem teuer, über 100,- Euro und nur für wenige
Kombinationen überhaupt erhältlich. Auch andere spezielle Adapter
ohne Anpassung kosten eine Menge Geld, das man besser in den CD-Wechsler
investiert hätte. Auch wenn z.B. der Wechsler wesentlich älter
oder jünger als das Radio ist, können sogar trotz gleichem Hersteller
Probleme auftreten, das wurde schon vor Jahren bei Blaupunkt-Geräten festgestellt.
Vorher auch bei Werksradios erkundigen, wenn man es unbedingt nutzen will, von welcher Marke (oder sogar
welcher genaue Typ) der CD-Wechsler sein muss, oft gibt es nur
einige wenige kompatible Typen. Es kann sein, dass man trotz
einem von Blaupunkt produziertem Werksradio einen Clarion-Wechsler benötigt.
(Bei einer Renault-Reihe war das z.B. mal der Fall.)
So reichen auch meist die bekannte Belegungen der Stecker beider Komponenten
nicht, da sich beide Geräte durch unterschiedliche Protokolle über
die Digitalleitungen einfach nicht "verstehen"!
Zwar kann bei beiden Geräten die DATA-Leitung verbunden werden,
und trotzdem werden keine Daten übertragen, da beide Teile ein anderes
Protokoll nutzen.
Selbst bei gleichem Protokoll ist es oftmals schwer, den passenden Original-Stecker zu erhalten.
Link für VW-Radios: www.michaelneuhaus.de/golf/golf4radios.htm
(die benötigen i.d.R. Panasonic-Wechsler)
Jeder legt hier selbst seine Grenzen fest. Das total übertriebene
zehntausende-Dollar-Projekt ist sicher ebenso weltfremd wie der Versuch
mit weniger als 200 EUR eine gut klingende Komplettanlage einzubauen.
Aber Geld allein sagt nichts über den Klang aus: Eine gute Anlage
im Detail für komplett weniger als 1000EUR kann bei entsprechender
Komponentenauswahl besser klingen, als eine doppelt oder
4x so teure.
Viele wollen eine "kleine" Anlage im Auto haben, achten jedoch nicht
mal beim Kauf des Autos auf die Einbaumaße etc. Also, wer später
nicht extrem aufwendig umbauen will, sollte sehen, dass z.B. 16er
Systeme ab Werk in die Tür passen oder genügend Platz für solche Teile ist. Hauptproblem
ist das bei vielen Kleinwagen, aber auch älteren Autos der unteren
Mittelklasse.
Dazu sind aber auch elektrische Fensterheber zumindest vorn unbedingt
Voraussetzung! Sonst geht die extreme Bastelei los.
Das Minimum vorn sind 13er, die dann aber aktiv abgetrennt sein müssen,
z.B. mit einem Hochpass von 24dB bei 100Hz, um den Bass wirkungsvoll
von den kleinen Tieftöner fernzuhalten, um auch bei etwas höheren
Pegeln, die bei der Fahrt im Auto nun mal auftreten, nicht gleich verzerren
oder mit unschönen Höhen die Insassen quälen.
Wer kein Geld hat: Die preiswerteste Möglichkeit für Klang
im Auto ist ein gutes(!) Autoradio mit 4 High-Power-Endstufen und 4 Zweiwegesystemen,
vorn 16er, hinten: 16cm, 20cm, 6x9", was dort passt, aber möglichst
nicht kleiner. Wer will, kann es später mit einem (keinen Schrott
kaufen!) Aktivsubwoofer erweitern, dann hat man schon (gute Lautsprecher
vorausgesetzt) die kleinste Ausbaustufe einer Car-Audio-Anlage, die
sich auch eine solche nennen darf. Da einige Radios einen direkten Sub-out
besitzen, kann ein Aktivsubwoofer direkt angeschlossen werden. Leider bieten
diese Autoradios für die Frontkanäle (am Radio) z.B. keinen aktiven
Hochpass (80Hz) an, der die kleineren Frontsysteme und die Radio-Endstufen
mit deren geringer Ausgangsleistung (<20W) stark entlasten würden.
13. Wie erhöht sich der Schalldruckpegel bei doppelter Chassis-Anzahl?
OK, gängig sind 2 Meinungen +3dB oder +6dB.. was ist nun richtig? ;)
Das Lehrbuch sagt:
Schließt man zwei gleiche Boxen anstatt einer an eine Endstufe
an, erhöht sich der Schalldruck durch die Leistungsverdoppelung um
3dB und nicht um 6dB. Grund dafür: Durch 2 Chassis verdoppelt sich
nicht
der Schalldruck, was +6dB bedeuten würde, sondern leider nur die abgestrahlte
Schall-Leistung woraus die +3dB resultieren. Das heißt, es gibt keine
einfache Wirkungsgradsteigerung durch das Erhöhen der Boxen-Anzahl.
Jede Box ist eine einzelne Schallquelle. Das bedeutet auch, dass man
10(!) gleich laute Schallquellen benötigt, um eine empfundene Lautstärkeverdoppelung
(+10dB) zu erreichen. Alle diese Angaben gelten unter Freifeldbedingungen.
In der Praxis kommen weitere Abweichungen durch Interferenzen, Reflexionen,
unterschiedliche Richtwirkung etc. Wer das nicht glaubt, der schaue in professionelle Bücher über
technische Akustik.
Aber:
Geben zwei Lautsprecher das gleiche Signal (mit gleicher Phase) wieder,
verdoppelt sich die Strahlerfläche, weshalb zusätzlich zu den
3dB durch die doppelte Schall-Leistung 3 weitere Dezibel durch die größere
Strahlerfläche kommen. Das heißt, zwei parallel geschaltete 8-Ohm-Chassis
erzeugen 6dB mehr Schalldruck als ein einzelnes Chassis.
Leider ist aber nicht nur das Signal selbst entscheidend, denn
kohärente
Signale von beiden Lautsprechern bekommt man nur, wenn der Abstand
beider
Schallquellen deutlich kleiner als die kürzeste Wellenlänge
des
Frequenzbereichs ist. Das funktioniert also in der Realität nur
gut
im Bassbereich, da dort Wellenlängen zwischen 20m (<20Hz) bis
etwa 2m (170Hz) auftreten.
Im Hochtonbereich dürfte es wegen Wellenlängen von nur
wenigen Zentimetern (2cm bei 17kHz) schwer werden, zumal auch hier eine
Differenz zwischen beiden Quellen im
Abstand zum Hörer
und die Richtwirkung einen starken Einfluss hat.
Wellenlänge lambda = c/f (c: Schallgeschwindigkeit in Luft 330..340m/s)
14. Was ist der Dämpfungsfaktor?

18. In meinem Auto ist kein Stecker mehr für das Autoradio, nur einzelne Strippen, Was nun?
Während auch bei alten Radios oft nur ein paar farbige Kabel
herauskommen, sind heutzutage Buchsen in Radios und im Auto üblich.
Für die Kabel gilt meist rot +12V,
schwarz (oder seltener auch braun) Masse/Minus, gelb meist zweite +12V aber auch manchmal
Lichtplus-Eingang, blau meist der Ausgang für die
Automatik-Antenne. Aber das ist nicht standardisiert, also vorher nachmessen! Eine Lüsterklemme und eine ISO-Buchse sorgen
dann für den richtigen Anschluss.
so wird bei losen Kabeln im Auto gemessen: (Multimeter)
1. Zuerst ohne Zündung an jedem Kabel die Spannung nach
einer externen Fahrzeugmasse (Rahmen, Chassis) messen. So erhält
man den Dauerplus. (es dürfte nur ein Pin mit ca. +12V sein.)
2. Nun mit "Zündung Ein" an den restlichen Kabeln wieder die
Spannung nach Fahrzeugmasse messen, um an den Schaltplus zu kommen. Sind mehrere
Anschlüsse dabei, ist es üblicherweise der mit der
höheren Spannung.
3. Mit "Zündung ein" nun das Licht einschalten und wieder die
Spannung an jedem der verbliebenen Kabel messen, um evtl. einen
Lichtplus zu erhalten. (Er ist bei 95% der Fahrzeuge vorhanden.)
4. Mit einer Durchgangsprüfung (Ohmmeter) im ausgeschalteten Zustand (ohne Zündung) den Widerstand an jedem anderen
Kabeln nach externer Masse ermitteln, um den eigentlichen Masseanschluss
herauszufinden. (muss das Kabel mit <1Ohm sein)
5.
Die evtl. verbliebenen Kabel sind fast immer für
Automatikantenne/remote und evtl. GALA (Geschwindigkeitssignal). Das
GALA-Signal liefert ein getaktetes Signal, das sich abhängig von
der Geschwindigkeit ändert. (Das lässt sich evtl. über den AC-Anteil
mit einem Multimeter feststellen, sicherer ist das mit einem Oszi.)
6. Bei angeschlossenem Radio liefert mindestens ein Pin eine Spannung
von knapp +12 V, das kann sowohl der Remote-Ausgang als auch der
telephone-mute-in sein. Mit einem 100Ohm-Widerstand nach Masse bekommt
man das evtl. heraus. Bleibt das Potenzial am Radioausgang trotz
Widerstand gleich, dann ist es der Remote-out, wird das Radio ruhig und
sinkt die Spannung durch den Widerstand auf nahe 0V, dann ist es der
mute-in.
7. Um die Lautsprecherkabel (nur bei passiven Systemen keine
Bose-Sch...) auszumessen, ist etwas Aufwand nötig. Hier die
restlichen Kabel untereinander den Widerstand messen und die mit 3...5
Ohm gehören dann jeweils zusammen. An denen dann eine
1,5V-Batterie kurz (!!!) anschließen, dann knackt der
zugehörige Lautsprecher und dessen Membran bewegt sich nach vorn,
wenn der Plus-Anschluss der Batterie am "Plus" des Lautsprechers
anliegt. Nicht die LS-Ausgänge nach Masse schalten!
VORSICHT! Je nach Fahrzeug (z.B. bei CAN etc.) ist diese
Vorgehensweise auch fehlerträchtig und kann zu Schäden
führen, deswegen gebe ich keine Garantie, dass das oben
beschriebene auch korrekt funktioniert!
An den CAN-Pins liegen abwechselnd getaktet Masse und +5V an.
19. Gibt es einen Standard-Stecker?
Es existiert
eine internationale Norm (ISO), an die sich aber nicht alle Hersteller
(Auto und Radio) halten. Es sind zwei Stecker eindeutig, einer für 4
Lautsprecher-Ausgänge (Block B Mitte) und einer für die Stromversorgung (Block A unten) etc.
definiert.
Der Lautsprecherstecker (mit 8 Pins) wird von allen einheitlich belegt,
der andere Stecker allerdings nicht. Zerstörungen des Radios sind
aber trotzdem ausgeschlossen.


21. Mein neues Radio im Audi / Opel / Seat / Skoda / VW speichert die Sender nicht nach dem Ausschalten, warum?
Bei
einigen Autofirmen ist der Schaltplus mit dem Dauerplus im
ISO-Stecker gegenüber der Norm vertauscht, Nachrüstradios
erkennen das nicht selbst, also die beiden Pins oder Kabel 4 und 7
im ISO-Stecker vertauschen. Auch andere Anpassungen (z.B. bei anderen Marken)
können nötig sein, am besten dazu in meine ISO-Belegung schauen.
22. In meinem VW habe ich mit dem neuen (nicht Werks-) Radio keinen UKW-Empfang.
Problematisch
bei neueren Autos der VW-Gruppe sind hier die aktiven Antennen (mit eingebautem
Verstärker), die eine Gleichspannung benötigen, damit sie funktionieren.
Hier muss man einen Adaptern suchen, bei Conrad
ist er aber auch erhältlich. Diese Adapter haben dann neben
Antennen-Ein-
und -Ausgang einen Anschluss für eine Schaltspannung (+12V)
zur
Versorgung des Verstärkers, die dann intern über einfache
Filter voneinander getrennt werden. Wenn man sparen will, kann man auch
eine Spule (1mH) für die Versorgung in Reihe zur Kl.15 und einen Kondensator
(z.B. 100nF Keramik) in Reihe zum HF-Eingang am Radio schalten.
Masse des Antennenkabels an Autoradiomasse, Spule: ein Bein an das
heiße Ende (Innenseele) das Antennenkabels, anderes Bein an den
Schaltplus am Radio. Kondensator: ein Bein an das heiße Ende des
Antennenkabels das andere an den Antenneneingang vom Radio.
23. In meinem Opel wurde ein neues Radio eingebaut. Wie kann ich die Multifunktionsanzeige auf Uhr stellen?
Wollen Opel-Fahrer die Uhrzeit (wird bei Werksradios auch für die
Radiofrequenz benutzt) auf dem Multifunktionsdisplay im Auto sehen, ist
das rot weiße Kabel am Display durchzuschneiden und zu isolieren.
Auch durch eine Neu-Parametrierung (Radio-frei) mit einem
Diagnose-Gerät im Opel-AH ist das ohne mech. Eingriff möglich.
Bei neuen Opel mit BJ nach 2000 muss das aber nicht mehr so sein...
| www.medienelektronik.de |
| www.audiotechnik-dietz.de |
| HAMA |
| AIV |
| www.dobbertin-elektronik.de/navigate/lenkrad/ausw-lenk.htm |
27. Ich will einen PC im Auto nutzen, um preiswert MP3-Wiedergabe, Navi und DVD/Video zu haben. Wie?
Ist von vielen gewünscht und eine sicher interessante
Überlegung. Ich rate hiervon generell ab, da die typischen
PC-Komponenten (consumer components) nicht für diesen Einbauort
(automotive) geeignet und deshalb auch nicht freigegeben sind. Schon die Minimal-Temperaturanforderungen
(-40°C...85°C) werden nicht erfüllt, von anderen
Qualitätsmerkmalen ganz zu schweigen. Auch die EMV-Anforderungen
der Autohersteller können diese PCs (trotz Metallgehäuse)
nicht erfüllen. Kommt es so zu Problemen, Fahrzeug-Schäden
oder gar Unfällen (z.B. Notlauf des Motorsteuergeräts auf der Autobahn) ist das versicherungstechnisch nicht
unbedenklich.
Denn
für jedes im Auto installierte elektronische Gerät braucht
man eine E-Typengenehmigung des KBAs.(oder einer gleichgestellten
Organisation in einem anderen EU-Land)