|
| last update 30.08.2009
Surround - Seite
von K. Föllner

Man begann bereits in den 50er Jahren mehrkanalig aufzuzeichnen, damals
natürlich noch komplett analog, allerdings konnten nur Kinogänger
diesen Sound genießen. Man verwendete bis in die 70er Jahre die verschiedensten
Analog-Mehrkanalverfahren. Da das ziemlich aufwändig, wenig
portabel und umständlich war, wurde von den Dolby Laboratories das
Dolby-Stereo-Verfahren entwickelt, was später auch als Dolby Surround
Pro Logic bekannt wurde. Da das aber nun mal wesentliche Schwächen
hat, kamen dann neue digitale Mehrkanalverfahren.
Da viele hier kaum noch durchsehen, eine kurze Übersicht der wichtigsten
Begriffe und Abkürzungen aus den Bereichen Surround, TV und Video.
Audio / Raumklang:
-
Stereo : Bedeutet räumlich. Die räumliche Ortung wird
durch 2 Lautsprecherkanäle gewährleistet, die getrennt übertragen
werden. Allerdings sind gute Anlage und Lautprecher und Aufnahmen Voraussetzung,
um wirkliche Räumlichkeit zu erleben, im Pop-Bereich wird oft auf
Ping-Pong-Effekte statt ehrlicher Stereo-Aufnahmen gesetzt. So kam es auch
zum Ultra-Stereo, was Ende der 80er im Filmbereich eingesetzt wurde. Hierbei
wurden die wiedergebenen Sound-Quellen auf der Stereo-Basislinie besonders
stark mit Amplitudenunterschieden- und Phasenverschiebungen versehen, um
die Position deutlich hörbar zu machen.
-
DOLBY SURROUND : Ein analoges Verfahren, bei dem ein (hinterer)
Rear-Kanal durch Phasenverschiebung und ein Center-Kanal durch Summenbildung
in das "normale" Stereosignal hinein gemischt werden. Dadurch ist es kompatibel
mit Stereosignalen, wie bei TV, Video... und lässt sich ohne
großen Aufwand dekodieren. Es hat jedoch den Nachteil des geringen
Frequenzgangs (100Hz-7kHz) des hinteren Kanals und der schlechten Kanaltrennung
zwischen den vorderen und dem hinteren Kanal. Es ist äußerst
preiswert mit Matrixdecodern und mit Musik werden gute Ergebnisse erzielt.
Bei Filmen ist das klangliche und räumliche Ergebnis nur durchschnittlich.
(siehe Beschreibung)
Oft bleiben hierbei die Frontkanäle unverändert und nur der hintere
Kanal wird aufbereitet. Normalerweise entfällt dann ein zusätzliche
Center-Kanal.
-
DOLBY SURROUND PRO
LOGIC ® : Das Grundverfahren ist das gleiche, nur dass hier
wesentlich aufwendiger die Richtungsinformationen überarbeitet werden,
wodurch sich die Kanaltrennung verbessert. Das ist das Standard-Raumklangverfahren,
das heutzutage in Surround-Receivern eingesetzt wird, die mit Videorecordern
etc. betrieben werden. Dieses System entstand Mitte der 70er Jahre unter
dem Namen "Dolby Stereo" und wurde zuerst in Kinos eingesetzt, bis es dort
durch die überlegenen digitalen Mehrkanalsysteme (ab Ende der 80er
Jahre) verdrängt wurde. Der Zusatz
Pro Logic bedeutet nur,
dass die Decoder auf die gleiche Weise, wie die Original-Kino-Decoder
funktionieren.
So gehört hier ein Center unbedingt dazu. Die Ergebnisse können
sich hören lassen, allerdings nur bei reinen Surround-Aufnahmen, bei
Stereo-Musik sind Verfärbungen, Pump-Effekte und räumlich umher springende
Signalquellen zu hören. Trotz besserer Kanaltrennung sind aber die
Einschränkungen immer noch hörbar. Als es in den 90-ern begann,
sich im Heimbereich durchzusetzen, war es im Kino schon fast überall
durch Dolby Digital (oder andere Systeme) ersetzt worden, es ist also ein
Restprodukt, das man noch einmal für den Heimbereich vermarkten wollte.
(Das ist nicht negativ gemeint!) Bei einigen Kinoproduktionen, vor allem
bei Low-Budget-Movies wird es allein aber immer noch hin und wieder benutzt.
Noch eine Ergänzung: Zusatzangaben auf HiFi-(S)-VHS-Recordern wie
Dolby Pro Logic-kompatibel sind überflüssiger Schwachsinn und
sollen nur verkaufsfördernd wirken, da jeder HiFi-Stereo-Recorder
kompatibel zu Dolby Surround (auch Pro Logic) ist.
-
DOLBY SURROUND PRO LOGIC II (2) : Mit dieser Erweiterung des Standard-Pro-Logic-Surrounds
kann ein zusätzlicher Kanal für hinten codiert werden. Somit
hat man 3 Frontkanäle (Left, Center, Right) und hinten 2 Kanäle.
(Theoretisch lassen sich auch 3 hintere Kanäle nutzen.) Der Frequenzgang
der Rear-Kanäle kann jedoch optional erweitert werden. Das neue Prinzip
ist in der Berechnung aufwendiger und abwärts kompatibel. Der Hauptvorteil
ist jedoch, dass nun auch Stereoquellen besser dekodiert werden können,
ohne dass groß Pumpeffekte oder ähnlich entstehen. Das
qualifiziert das System für den Einsatz im HiFi-Bereich (Home und
Car-HiFi), da Musik fast ausschließlich immer noch in rein Stereo
kodiert ist.
-
VIRTUAL DOLBY SURROUND ® : Eigentlich Blödsinn: Dabei wird
aus dem "2-kanaligen" Dolby Surround-Signal der hintere Kanal (Rear) überrechnet
mit Filtern wieder in das Stereo-Signal hinein gemischt, um mit 2 Lautsprechern
ein raumklangähnliches Feeling zu verbreiten. Das wird z.B. bei Fernsehern
eingesetzt, um die hinteren (und den Center-) Lautsprecher einzusparen.
Das Ergebnis ist zwar räumlich beeindruckender als TV-"Stereosound",
hat aber mit richtigem Surround nichts zu tun.
-
DOLBY DIGITAL (5.1)
® : Dieses auch als AC-3 (Audio Coding No. 3) bezeichnete 5.1
System arbeitet vollständig digital und stammt ebenfalls aus dem Kino.
Es wurde Anfang der 90er zuerst noch unter der Bezeichnung Dolby SR-D (Dolby
Stereo Digital) verwendet. Durch die hohen Kosten (Chips etc.) setzte es
ich jedoch erst etwas später weltweit durch. Hier werden die Daten
von 5 Hauptkanälen (Left, Right, Center, Rear L, Rear R) mit
vollem Bereich (20Hz-20kHz bei 16Bit) und einem Bass-Kanal(bis
80...120Hz) dynamisch (Die Kanäle mit den meisten Informationen
erhalten
die meisten Daten) auf bis zu 320kb/s komprimiert und auf dem Film
gespeichert.
Bricht die Datenrate zusammen b.z.w. der Datenstrom ab, wird auf die
normale
analoge Tonaufzeichnung (Stereo b.z.w. Dolby Surround) umgeschaltet,
was
im Kino manchmal zu hören ist, wenn der Film schon
"runtergeludert"
wurde. Dieses System wird neben dem Kino noch auf Laserdisks und
DVDs
eingesetzt, dort zusätzlich mit der Option einer höheren
Datenrate
von 384kb/s bzw. 448kb/s, theoretisch sind bis 692kb/s möglich.
Digital ausgestrahlte Satellitensender (per DVB-S) benutzten ebenfalls
dieses System. Es ist meiner Meinung nach, heute der optimale
Kompromiss
eines digitalen Mehrkanal-Verfahrens für Filme durch seine gute
und "intelligente" Komprimierung. Dieses System ist nicht
kompatibel zu Dolby Surround, es müssen die analogen Daten
entweder
doppelt übertragen (und gespeichert) werden, oder sie werden per
Downmix
neu erstellt, damit etwaige analogen Pro Logic-Decoder korrekt
funktionieren.
-
DOLBY DIGITAL 2.0 : Die 2 steht nicht für die Version, sondern
die Kanalanzahl, es wird so "nur" ein Stereosignal (deshalb 2) komprimiert,
das Dolby Surround Pro Logic - Informationen enthalten kann. So funktioniert
es ähnlich MPEG-1-Audio, nur ist die Qualität besser, da die
Komprimierung besser und die Datenrate (z.B. 192 kb/s) höher ist.
Dieses Verfahren wird normalerweise zur Speicherung von Stereo- oder Dolby Surround Pro Logic
auf DVDs eingesetzt. Es ist zwar sehr
selten, aber ich habe auch schon die Bezeichnung Dolby Digital 4.0 gesehen.
Hierbei werden die 4 Kanäle, die auch beim analogen Dolby Surround
(Left, Center, Right, Rear) verwendet werden, digital getrennt codiert
und komprimiert, um eine höhere Kanaltrennung als bei analogen Surround
zu erreichen. Dabei wird dann jedoch im allgemeinen nur der analoge 5.1
Ausgang des DVD-Players benutzt.
-
DOLBY Digital EX: Das ist eine neuere Erweiterung des Standards.
Der Unterschied ist ein ein zusätzlicher Hauptkanal, ein Rear-Center,
also für eine Box, direkt hinter einem. (Bedeutet 6.1) Wie stark die
Verbesserung zum 5.1-System ist, hängt vom räumlichen
Umfeld ab, so sind vor allem Verbesserungen
in großen Kinos zu bemerken.
- DOLBY Digital Plus:
Ist der Nachfolger (E-AC3) von Dolby Digital für noch mehr Kanäle (bis
13.1) bei höherer Datenrate bis zu 6 MBit/s. So sind auch nebem mehr
Kanälen auch 96kHz Samplingrate und 24-Bit-Quantisierung möglich. Er
kann auf Blue-Ray und HD-DVD eingesetzt und über HDMI übertragen
werden. Leider ist die Datenrate für S/P-DIF zu hoch.
-
DOLBY E: Damit bekommen es nur Profis (Ton-Ing. und Tonmeister)
zu tun. Dieser Standard ermöglicht die beliebige Speicherung von 8
Kanälen. Die mit 20Bit und 48kHz gesampleten Aufnahmen werden verlustarm
auf 1,92Mb/s komprimiert. Möglich sind auch 16 und 24Bit-Sampling.
Doch es ist nicht entwickelt worden, um den Mehrkanalmarkt noch weiter
durcheinander zu bringen. Es wird bei der Produktion eingesetzt, aus denen
dann die Dolby Digital- (oder theoretisch auch DTS-) Kanäle (5+1 bis 7.1)
direkt gespeichert und erstellt werden können. Es hat große
Vorteile bei der Synchronisation und dem Schnitt, ist aber sehr teuer und
aufwendig. So hat man es als Anwender (Hörer) nie damit zu tun.
- DOLBY TrueHD: Mit bis zu 18 Mit/s können verlustfrei
8-Kanäle Surround (theoretisch auch mehr) komprimiert, gespeichert und
übertragen werden. Dabei wird mit 24-Bit-Samplingtiefe und 96kHz
gearbeitet, Wird die Kanalanzahl reduziert, sind sogar 192kHz möglich.
Ist auf allen HD-DVDs drauf und kann auch bei Blue-Ray verwendet werden.
-
MPEG-2-Audio : Nicht verwechseln mit dem Videokomprimierverfahren!
Das durch die CD-I von Philips entwickelte MPEG-1-Audio wurde erweitert,
um ebenfalls 5 zusätzliche Kanäle (48kHz, 16Bit) zu kodieren.
Es ist so sogar theoretisch möglich 7.1 Kanäle zu übertragen,
da man die Frontkanäle von der Stereocodierung von MPEG-1 mitverwenden
kann. Das nutzt man jedoch nicht, da die Original-Frontkanäle eine
geringere Qualität aufweisen und fast alle Home-Verstärker und
Decoder damit nur 5 Kanäle unterstützen. MPEG-2-A sollte, so Philips,
der Standard auf DVDs in Europa werden, obwohl sich AC-3 in Japan und USA
schon lange durchgesetzt hatte. Es gibt so in Europa einige wenige DVDs
mit MPEG2-Audio-Kodierung, meist von Philips- oder Sony-Videovertrieben,
das waren jedoch nur Alibi-Pressungen. Bei MPEG wird gänzlich anders
als bei AC-3 komprimiert, wodurch aber Nachteile bei der räumlichen
Ortung entstehen. Die Datenrate ist variabel zwischen 32 und 912 kb/s und
liegt durchschnittlich auf dem gleichen Niveau wie bei AC-3, 384 kb/s.
Es besitzt leichte Vorteile im Frequenzverhalten, hat dafür Nachteile
im Phasenverlauf. Es führte für einige Zeit auf DVDs in Europa
ein (hässliches) "Nebeneinander" mit AC-3, da zum Beginn der
DVD in Europa kein Dolby Digital freigegeben war. Es wird für immer
in der Versenkung verschwinden.
-
SDDS (Sony Dynamic Digital Sound ®) : Dies ist ein 7.1-Kanalsystem,
das SONY entwickelte, um damit einen neuen Standard in den Kinos zu schaffen.
Die zusätzlichen Kanäle sind ein left Center und ein right Center.
Es besteht aber die Möglichkeit, das Signal auf 5.1 Kanäle aufzuteilen.
Die Datenrate liegt durch ein Verfahren ähnlich der ATRAC-Kompression
(von MiniDisc) bei 1280 kb/s, die Ausgangskanäle wurden mit 44,1kHz
16Bit gesampled. Trotz dieser Vielzahl an Kanälen und der hohen Datenrate
ist es für mich klanglich und räumlich überhaupt nicht überzeugend.
Ich habe z.B. MIB damit gesehen / gehört und es war enttäuschend.
Es wird nur in großen Kinos eingesetzt, die aber auch über AC-3-
und DTS-Decoder verfügen und meist diese benutzen. Grund sind die
hohen Decoder- und sehr hohen Filmkopierkosten, da man die Daten extrem
aufwendig (langwierig) auf dem Film speichert. Im Heim-Bereich wird dieses
System nicht verwendet. Man benötigt 7 Vollbereichskanäle auch
nur im Kino, wenn man eine extrem große Leinwand besitzt, an der
ziemlich nah Zuschauer sitzen. Zu Hause bieten die 3 Frontlautsprecher
bei richtiger Aufstellung eine genügend große Basisbreite, so
dass mehr Kanäle nur störend wären. Ich vermute, der
hauptsächliche Grund für die bessere Qualität von DTS im
Vergleich ist die höhere Samplingtiefe (20 statt 16 Bit, d.h. 16 mal
so genau). Noch dazu ist die Samplingrate etwas (9%) höher. Das macht
die etwas stärkere, aber wohl bessere Komprimierung dann wieder mehr
als wett.
-
DTS (Digital
Theater Systems) ® : Dieses 5.1 Kanal-Verfahren (üblich
5x 48kHz, bei 16 oder 20 Bit) ist das klanglich beste in den Kinos und
zu Hause, es existiert seit 1993. (kam mit Jurassic Park) Es kann prinzipiell
(DTS Coherent Acoustics) Multikanal mit bis zu 192kHz/24Bit komprimieren.
Das Grundprinzip funktioniert ähnlich ADPCM, also ist die Komprimierung
nicht wesentlich aufwendiger als z.B. AC-3. DTS hat jedoch eine wesentlich
(bis 5x) höhere Datenrate benutzt
wird z.B. 768kb/s oder 1536kb/s, wodurch der Klang, die Dynamik
und Räumlichkeit nochmals verbessert werden konnten, was besonders
bei hochqualitativen Musikvideos sinnvoll ist. Von Nachteil ist nur die
große Datenmenge b.z.w. Datenrate. Im Kino läuft bei DTS deshalb auch synchronisiert
eine (nach der anderen) CD mit. Das hat auch den Vorteil, dass bei zerkratzten
Filmen der Mehrkanalton konstant gut bleibt. "Surround-High-Ender" nutzen dieses Verfahren auch auf DVDs.
Es erscheinen aber mehr DVDs in den USA damit, da dort die DVD bereits
ihren Durchbruch hinter sich hat, NTSC auch weniger Platz (20%) benötigt
und es kein MPEG-2-A als "Alternative" gab. Hierbei ist DTS immer die zweite
Möglichkeit, Standard-Dolby-Digital (5.1 oder 2.0) ist dabei trotzdem
immer vorhanden. Vergleiche zwischen beiden Systemen (Dolby und DTS) sind
jedoch problematisch, da üblicherweise bei Filmen beide Verfahren
auch getrennt und unabhängig voneinander gemastert und abgemischt
werden.
-
LPCM : steht für Linear-PCM (Pulse Code Modulation) und ist
das unkomprimiertes Format (wie auf der Audio-CD, DAT etc.). Hierbei werden
in definierten Abständen (etwa alle 22µs bei CD entsprechend 44 100
Samples pro Sekunde) der Wert mit einem A/D-Wandler quantisiert (z.B. 16
Bit mit 65536 Stufen) für jeden Kanal gespeichert. Umgekehrt funktioniert
dann prinzipiell die Wiedergabe. Die Samplingrate bestimmt die obere Grenzfrequenz
und damit auch die Auflösung im Zeitbereich. Die Abtastfrequenz muss
mehr als doppelt so groß sein wie die obere Grenzfrequenz (vorher
mit analogen Tiefpassfilter festgelegt) des Signals. (Abtatstheorem von
Shannon) Bei einer CD (44,1kHz) ist eine obere Grenzfrequenz von etwa 20kHz
erreichbar, bei einer DAT-Aufnahme (48kHz) ca. 22kHz, bei DVD-A mit 96kHz
etwa 45kHz und mit 192kHz ist sogar eine obere Grenzfrequenz von etwa 90kHz.
Wer meint, dass das eh' niemand hört, schau auf hier diese Seite.
Die untere Grenzfrequenz bei der digitalen Übertragung ist 0, da auch
Gleichspannungen problemlos gesampled und übertragen werden können.
Da nach dem DA-Wandler aber wieder eine Analogstufe folgt, wird durch kapazitive
Entkoppelung entsteht hier wieder eine untere Grenzfrequenz. Abweichungen
werden als Jitter bezeichnet. Dieser Fehler, ein Phasenversatz, entsteht
z.B. allein schon durch die Sample&Hold-Schaltung und parasitäre
Schaltkapazitäten. Die Quantisierung (z.B. mit 16 Bit) bestimmt die
Auflösung bei der Amplitude und so auch den maximalen Dynamikbereich
und den Rauschabstand. Die Quantisierung (in Bit) zeigt also, wie genau
die Digitalisierung der Spannungswerte vorgenommen wird. Mit jedem einzelnen
Bit können doppelt so viele Stufen (heißt praktisch +6,02dB)
angesprochen werden, was bei 8 Bit 256 verschiedene Pegelstufen sind. Das
ist für dynamische Pegel zu wenig, es reicht aber für Sprache
(z.B. Telefon mit 8kHz-Sampling) mit einem Rauschabstand von theoretisch
über 40dB. Bei 16 Bit sind 0 und 65535 andere Pegelstufen möglich,
was schon einen Dynamikumfang von mehr als 90dB ermöglicht. Um den
vollen menschlichen Hörumfang (Hör- bis Schmerzschwelle) von
etwa mehr als 130dB zu überstreichen, sind dann minimal 22 Bit nötig.
Man verwendet deshalb heute oft (3Byte-) 24Bit-Wandler, die eine extrem
feine Abstufung (ca. sechzehn Millionen, genau sind es 16 777 216 Stufen!)
mit sogar noch etwas Reserve bieten.
Warum nicht weniger geht? Durch eine Abweichung in der Zuordnung des
Pegel entsteht ein Quantisierungsfehler, der direkt das Rauschen hervorruft.
Denn der analoge Pegel ist theoretisch nie 100% exakt auf einer Stufe, so
dass sein Originalwert von der Stufe abweicht. Die Abweichung beträgt
dann maximal einer halben Stufenhöhe. Die Abweichungen die bei der
Quantisierung entstehen, werden Gain Matching genannt, sie entstehen immer,
z.B. auch durch Offsets der OPs im ADC. (Analog-Digital-Converter) Zum
Rauschabstand von Digitalquellen: So genau lässt er sich nicht
angeben, da er direkt vom Effektivwert des Signals abhängt, sich also
permanent ändert. Linear bedeutet hierbei, dass alle diese Stufen,
den gleichen Abstand zueinander haben. Es ist auch eine nichtlineare, z.B.
logarithmische Abstufung wie bei A-Law, u-Law (Telefon) möglich. Auf
Audio-DVDs können PCM-Ströme bis zu einer Datenrate von 6,144
Mbit/s gespeichert werden.
-
THX ® : ist kein
eigenständiges Verfahren, sondern "nur" eine Klang-Lizensierung b.z.w.
Norm von Lucasfilm (seit 1982). Bei THX (Tomlinson Holman eXperiment oder TH X-over) müssen bestimmte Kriterien
(von jedem Gerät) erfüllt werden, um nach einer Zahlung an das
THX-Zertifikat zu kommen. Das ursprüngliche THX wurde in THX-Ultra
umbenannt, da eine qualitativ weniger anspruchsvolle Norm namens THX-Select
eingeführt wurde, was aber meist kaum verwendet wird, da typische
THX-lizensierte Geräte die Ultra-Norm erfüllen. So arbeiten z.B.
beim einfachen analogen THX (4.0 Surround) die hinteren Lautsprecher nicht
phasengleich, sondern werden zusätzlich überrechnet. Weiterhin
kommen zusätzliche Forderungen (u.a. an den Frequenzgang), die nach
der Lucas-Auffassung für besseren Klang und Räumlichkeit sorgen.
Also ist THX ein Indiz für guten Klang, aber KEIN MUSS. So wurden
für die digitalen 5.1 Mehrkanalverfahren zusätzliche Kriterien
aufgestellt (1994). Ein Kriterium ist (nur bei THX Ultra) z.B., dass
die Rear-Speaker immer (auch bei AC3 etc.) als Dipol ausgeführt werden
müssen, welche auch (wie die anderen Boxen auch) nur ein geringes
magnetisches Feld außerhalb des Gehäuses haben müssen.
(magnet. Schirmung)
-
MP 3 : Dieses besonders durch das Internet verbreitete Stereo-Komprimierverfahren
wurde vom deutschen Fraunhofer Institut entwickelt. Es wurde vom "MPEG-Konsortium"
als MPEG 1 / Audio-Layer 3 freigegeben, da es dem Audio-Layern 1 und 2
durch noch aufwendigere Algorithmen (hybride Filterbank, ungleichmäßige
Quantisierung und Huffman-Längencodierung) bei kleinerer Datenrate
klanglich überlegen ist. Es ist variabel, was die Datenraten angeht:
Stereo (44 kHz) von 112 kb/s bis maximal 320 kb/s. Abhängig von der
Musik ist es ab 192 kb/s qualitätsmäßig überzeugend.
Meine
Meinung dazu
-
HDCD : Diese High Density Compact Disc ist abwärts kompatibel
zum alten Red Book Standard. Sie enthält zusätzliche Daten, die
eine Steigerung der Samplingtiefe von 16 auf 20 Bit ermöglichen, das
heißt die Amplitude ist 16 mal genauer und ermöglicht so einen
Rauschabstand und eine Dynamik von etwa 120dB. Es existieren nur wenige
Pressungen damit und es wurde auch nur in teure CD-Player integriert.
-
SACD : Die Super-Audio-CD von SONY ist vom Konzept her neu und hat
außer dem Aussehen kaum noch was mit dem "Original" zu tun. Lizenzen
dafür wurden z.B. bereits an Philips, Kenwood, Denon, Sharp und den
Edelfirmen Marantz (gehört ebenfalls zu Philips) und Accuphase vergeben.
Während man bei der DVD-Audio beim konventionellen PCM-Format bleibt,
geht man hier einen etwas anderen Weg. Die SA-CD besitzt eine hohe Samplingrate
von 2,8MHz und einen Frequenzbereich bis 100kHz (laut stereoplay sind es
aber nur maximal 50kHz) bei einer Dynamik von 120dB. Man quantisiert aber
nicht jedes Sample absolut mit z.B. 20...24Bit, sondern im 1Bit-Verfahren
(a la D-PCM), das heißt erhöht (oder verringert) sich der Pegel,
wandert auch das Signal ein Pegelstufe nach oben oder unten, je nachdem.
Wie genau die Pegelstufen sind? Vermutlich dürften sie vergleichbar
mit einer 20 Bit-Auflösung (wegen der angegebenen 120dB) sein. Obwohl
der Frequenzbereich gegenüber der DVD-A etwa eine Oktave weniger umfasst,
ist die Auflösung im Zeitbereich durch den hohen Takt theoretisch
etwa 15 mal genauer, durch die 1Bit-Geschichte dürfte der Vorteil
hier aber schon wesentlich geringer ausfallen, da das Signal mehrere Takte
braucht, um vom untersten zur obersten Pegelstufe zu kommen. Gar nicht
schlecht ist die Idee, die obere Schicht für die Standard-CD-Daten
zu nutzen, während man die untere Schicht, die mehr Speicherplatz
fasst, für höherwertige Wiedergabe nutzt. Durch die hohe
Samplingrate sind die Änderungen von Sample zu Sample nur minimal.
Der Hauptvorteil dieser Superdisk (leider nur die 5mal so teure Hybrid-Version)
gegenüber der DVD-A ist die Abwärts-Kompatibilität der Disks
bei herkömmlichen CD-Playern. Es gibt auch eine mehrkanalige Version
(6 Kanäle) der SA-CD. Leider existiert noch keine Standard-Schnittstelle
zur digitalen Datenübertragung. Will SONY mal wieder Digital-Kopien
im Heimbreich verhindern? Das Umrechnen dieses Datenstroms ins PCM-Format
ist allerdings möglich.
Die oben genannten DOLBY-Verfahren sind Mehrkanalsysteme. DOLBY A, DOLBY
B, DOLBY C, DOLBY S haben direkt nichts damit zu tun, da es sich hier um
diverse Verfahren zu analogen Rauschreduzierung besonders auf Magnetbändern
und -Kassetten handelt. DOLBY HX-PRO ist ein Regler für den Vormagnetisierungsstrom
(Bias) bei der Kassettenaufnahme, der die Wiedergabe der Höhen (besonders
die Dynamik und Linearität) verbessern soll.
Anmerkungen:
Zum Vergleich: Die Datenrate einer normalen Audio-CD (PCM, 16
Bit, 44,1 kHz, 2 Kanäle) liegt bei 1411,1 kb/s (=176,4 kB/s).
Nicht verwechseln:
1b/s= 1 Bit pro Sekunde, 1B/s = 1 Byte / s = 8 Bit pro Sekunde
1kb = 1000Bit, 1Kb = 1024 Bit
hier (obwohl sinnlos, aber die meisten geben es nun mal so an) 1Mb
= 1000kb
1kB=1000Byte, 1KB=1024Byte=2^10Byte, 1MB = 1024 KB =
2^20Byte, 1GB = 1024MB = 2^30Byte
Grund für die 1024 ist die Basis 2 und der Umrechnungsfaktor 8,
denn mit halben Bytes kann man wenig anfangen und verschenkte Adressierung
muss nicht sein.
Da ich mich auch mal bei den vielen Daten irgendwo irren kann, mail
mir, wenn ein Fehler auftaucht.
Übliche Steckerbelegungen:
 |
Diese DIN-Buchse gibt es wahlweise von
3 bis 8-polig, hier die weit verbreitete 5er:
Analoge Verbindung: (Signalrichtung nicht eindeutig)
1 - Aufnahme linker Kanal
oder Mono 2 - Masse 3 - Wiedergabe linker Kanal
oder Mono 4 - Aufnahme rechter Kanal
5 - Wiedergabe rechter Kanal
S - Schirm für Kabel und Stecker |
MIDI (digitale Verb. von Instrumenten)
1 - frei
2 - Masse
3 - frei
4 - +5V
5 - MIDI-DATA IN or OUT
S - Schirm für Kabel und Stecker |
3-polig Stereo z.B. bei Plattenspielern
1 rechts
2 Masse
3 links
|
|
für die 8-polige Alternative im Car-HiFi-Bereich siehe hier für die 6-polige Version für Videoverbindungen hier
die Belegung |

|
DIN-Kopfhörer-Buchse:
1 Masse für Abschirmung (meist frei)
2 links -
3 rechts -
4 links +
5 rechts +
Grund für die gegenüberliegende Anordnung ist die
Möglichkeit, den Stecker zu drehen, ohne Vertauschung der
Kanäle. Durch einen Zusatzkontakt in der Buchse kann so
gewählt werden, ob evtl. interne LS abgeschaltet werden sollen.
|

|
DIN-Lautsprecherstecker:
1 LS-Anschluss +
2 LS-Anschluss -
|
|
XLR: Niedervolt-Anwendung (vor allem in der Studio- und PA-Technik) 1 - Masse für Schirm 2 - Signal positiv (hot +)
3 - Signal negativ oder Massebezug für Signal (cold -)
Wurden auch für Lautsprecherausgänge verwendet: - an Pin 1, + an Pin 2
(Einige amerikanische Hersteller benutzen für + auch Pin 3)
|
|
SPEAKON (TM Neutrik) Lautsprecheranschlüsse:
1+ Lautsprecher plus
1- Lautsprecher minus
2+ frei oder 2. Lautsprecher +
2- frei oder 2. Lautsprecher -
(2- und 4-polige Variante sind pinkompatibel zueinander.)
Bei Endstufen-Ausgängen werden bei den 4-poligen Buchsen 1+ und 2+ sowie 1- und 2- zusammengeschalten
Bei 2-pol. Kabeln werden nur Pin 1+ und Pin1- geführt, für 4 Pins werden 4-polige Kabel benötigt.
An Boxen wird meist nur 1+ und 1- verwendet.
Man kann auch für 2-Wegeboxen den Hochtonkanal auf 2+ und2- schalten.
|
Für Car-HiFi-Stecker sind hier die Belegungen
Für Videoverbindungen hier die wichtigsten
Belegungen.
Sucht jemand andere Belegungen von Computer-Steckverbindungen, Schnittstellen,
Telefon etc., unter www.elvjournal.de
sind die wichtigsten.
Fragen zur CD?
www.cdrfaq.org
|